Kirsten Schmidt: Wenn es nach mir ginge,
würden sich Dath und Fatah den Preis teilen, weil sie beide schön geschrieben und thematisch tatsächlich dazu angetan sind, auch international diskutiert zu werden. Weil der Roman von Dath aber ins immer noch nicht ganz in der Kulturszene etablierte Science-Fiction-Genre gehört, tippe ich darauf, dass sich die Jury für Fatah entscheidet. (Was übringens dafür spricht, dass es vermutlich doch Lappert wird oder Hanika).
Kommentare
12.10.2008 | 10:33 Uhr
Thomas Anz schreibt: Dath, Science fiction und doch noch mehr 
Die Kluft zwischen populärer Science fiction (+ Western + Pornographie) und moderner 'Hochliteratur' zu schließen hatte der amerikanische Literaturkritiker Leslie Fiedler schon 1968 zum Programm einer "Postmoderne" gemacht. Anspielungen Daths auf George Orwells "Farm der Tiere" und Arno Schmidts "Die Gelehrtenrepublik" sind von einigen aufmerksamen Rezensenten bemerkt worden. Sie zeigen, dass sich "Die Abschaffung der Arten" auf ganz unterschiedlichen Niveaus bewegt. Das macht den Roman nicht unbedingt besser, aber interessanter – und für manchen Kritiker vielleicht akzeptabler.


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