Dienstag, 21. Mai 2013
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Frank Drech schreibt: Wer spricht heutzutage Deutsch?
Erst einmal ein Kompliment bezüglich dieses "Lesesaals" und Forums.
Mir stellt sich zu dem Thema, wer heutzutage weltweit denn Deutsch sprechen würde, auch die Frage, wo historisch, wie gegenwaertig in der Welt Deutsch gesprochen wurde und wird, nicht nur als Lern-, sondern auch als Muttersprache. Durch Auswanderung, (Zwangs-)Umsiedlung, etc.
Wo sind überall in der Welt Deutsche hingewandert und haben die Kultur mitgenommen, oder ist es ein Normal fuer Deutsche oder die deutsche Sprache in anderen Sprach und Kulturkreisen stillschweigend unterzugehen? - Anders als andere z.B. nach Deutschland gezogene Sprachen und Kulturen, die sich wacker halten (Russisch, Türkisch, Polnisch..) .
Meines Wissens nach gibt es deutschstämmige und -sprechende Minderheiten in Polen, den Vereinigten Staaten, Tschechien und Ungarn. Ich kann mich aber auch täuschen.
Ich würde mich freuen, wenn auch solch Themen angesprochen werden könnten, ohne das es ins zerhackstückeln der politischen Lager übergeht.
MfG
Robert D
Werner Grunewald schreibt: Und was ist mit dem Leerzeichen?
Jetzt wäre es nur noch schön, wenn auf der Hauptseite die Verweise zu Lesesaal-Einträgen ohne das Leerzeichen auskommen könnte:
"F.A.Z. Lesesaal"
Die deutsche Sprache besteht nicht nur aus Wörtern, sondern auch aus Zeichen. Und die sollte man schon korrekt setzen.
Harald Pollmeier schreibt: Danke, danke, danke!
Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es hier nicht mit eigenen Augen lesen könnte: Unsere F.A.Z. ist bereit, auf die Leserschaft zu reagieren.
Der Begriff "Reading Room" erhöhte meinen Blutdruck, er senkte sich gelassen, als der "Lesesaal" kam.
Man muss der EU doch nicht alles nachmachen, wo Deutsch als Sprache kaum eine Rolle spielt.
Also, ich freue mich jedenfalls sehr über die Einsicht der F.A.Z.-Redakteure. Bitte weiter so!
Katharina Bobzin schreibt: Gratuliere zum "Lesesaal"
Weit entfernt, mich als Sprachpurist zu betrachten, freue ich mich einfach, dass Sie den Mut hatte, das modisch-modern klingende "Reading Room" in den verständlichen und ausdruckskräftigen "Lesesaal" umzubenennen. Danke!
Robert Rheinert schreibt: Wie schön - es geht ja doch auf Deutsch
Bravo, F.A.Z., für »Leesesaal«, und auch ein großes Kompliment für den Sprung über den eigenen Schatten. Arbeiten Sie weiterhin mit daran, dass unsere Sprache nicht verkommt.
Robert Rheinert schreibt: Reif für die Sklaverei?
Überlassen Sie doch den Provinz-Krautern die ohnehin zum Scheitern verdammten Bemühungen, sich im deutschsprachigen Raum mit englischen Brocken den Anschein von Internationalität geben zu wollen.
Lassen Sie es einfach bei "Diskussionsforum", dem längst eingeführten und allgemein verstandenen Begriff für diesen Sachverhalt.
Es ist schließlich schon ärgerlich genug, daß auch bei Ihnen seit einiger Zeit immer mehr englisch/denglische Sprachbrocken à la "Technologie" und "Event" kritiklos nachgebetet werden.
Bedenken Sie »Ein Volk, das seine Sprache verkommen läßt, ist reif für die Sklaverei« (Rémy de Gourmont).
Hans-Peter Theissen schreibt: Nein! Lieber ein Lesesalon oder ein Meinungsforum!
Wenn schon Deutsch mit Hilfskonstruktionen, dann doch lieber mit Anleihen aus dem Französischen (z. B. Lesesalon) oder dem Lateinischen (Meinungsforum), da weiß man, was man hat und die Begriffe haben einen durch Geschichte, Funktion und Sinn erworbenen Platz in der deutschen Sprache. Diese gewaltsame und anbiedernde Anglizismen-Krankheit ist peinlich und unintellektuell - will man das in der Redaktion so haben? Auf welche Klientel wirft man damit ein Auge?
Seit der Eröffnung dieser Rubrik verfolge ich die Diskussion und wenn es nun um die deutsche Sprache geht, gibt es doch nur eine Antwort: Eine deutsche Zeitung mit deutschen Lesern braucht so einen r.r. nicht! Wie wäre es mit: Dem Leser gehört das Wort!?
Keine Zeitung in Europa würde es sich einfallen lassen, für so eine gute Idee einen solchen Begriff zu wählen, der sich anhört wie das Wartezimmer der deutschen Bundesbahn!
Karl-P. Schlor schreibt: Völlig unangemessen
Unter der Gotikschrift den englischen Begriff zu lesen ist so widersinnig wie lächerlich! Angeblich will die "FAZ" doch das Deutsche fördern, tendiert leicht gegen den Missbrauch von Anglizismen - und dann dies! Die große, sehr große Zahl der Zuschriften mit Ablehnung dieses Gebarens der Redaktion sollte doch eine Änderung bewerkstelligen, oder sind Sie taub gegenüber berechtigte Kritik?
Rudolf Dertinger schreibt: Da kann man sich nur wundern
Ich habe, als der Begriff "Reading Room" vor einigen Monaten hier eingeführt wurde, nur noch den Kopf geschüttelt. Wie modisch oder global will man erscheinen, wenn der Rest in der deutschen Sprache abläuft? Warum nicht: Lesezimmer? oder wie schon vorgeschlagen: Leseraum (nicht ganz so glücklich)? Zu altbacken für die halbfette Gothic?
R. Lettow schreibt: Deutsch in Europa
Ein eher untypischer schottischer Offizier erzählte mir einmal (auf Deutsch), das er in einer internationalen Soldatengruppe hätte Englisch sprechen sollen. Anwesend waren ein Elsässer, ein Belgier und ein Italiener (je mit deutscher Muttersprache), ein Niederländer, ein Österreicher und er ... man sprach Deutsch.
Wenn das Goethe Institut nun auch noch dem nachkommen würde, was etliche Sprachkursteilnehmer wünschen - auch Goethe und andere Dichter und Denker näherzubringen und nicht über "das Waldsterben" zu reden, (wie mir wiederholt erzählt wurde) könnte es noch besser um die Sprache bestellt sein.
Von West nach Ost:
In Spanien ist Malle deutsch besetzt, in Frankreich lernt die Elite in der Schule Deutsch, im Elsass in den Familien, in Belgien sollte man viersprachig sein, um etwas zu werden, in Norditalien gbt es noch immer deutsche Muttersprachler, Tschechien ist von drei Seiten deutschsprachig umgeben, viele Polen lernen Deutsch auf dem Acker . . .
Viele Grüsse aus Belgien
Sascha-Andre´ Liehr schreibt: Deutsch ist global
Die interaktive Karte mit den Berichten der Länderkorrespondenten ist sehr gelungen. Habe gelacht bei den am häufigsten gestellten Fragen.
Es wird einmal mehr auf verblüffende Weise deutlich wie sehr deutsche Produkte und Persönlichkeiten in der Welt wahrgenommen werden und damit das Bild Deutschlands prägen.
Der Begriff "Reading Room" speziell bei diesem Thema
ist wohl als echtes Eigentor zu werten.
Deutschland ist seit der Fußball-WM 2006 mehr und mehr im Begriff die Qualitäten der eigenen Kultur wertzuschätzen. Hierzu gehört ebenso die Sprache und deren Stellung in der Welt. Die FAZ-Bestandsaufnahme ist deshalb die folgerichtige Antwort und bestätigt den Zeitgeist.
Als Autor und Gestalter des am meisten gelesen Deutschland Artikels der Welt (engl. Wikipedia: Germany / 20 Millionen Aufrufe im Jahr) kann ich der FAZ nur wünschen auch in Zukunft über verwandte Themen zu berichten.
Ignaz Berblinger schreibt: Politiker sind hier deplatziert
Interessant: Hier sind einige Politiker im Forum. Diese Kaste war es doch, die mit ihrer aufgezwungenen Rechtschreibreform dafür verantwortlich ist, dass Kinder und Studenten heute kaum noch Zeichensetzung und damit Sprachrhythmus beherrschen. Ich behaupte: Die Unsicherheiten heute, das fehlende Sprachverständnis bei Studenten, sind Folgen dieses bürokratischen und praxisfernen Kultus-Zwangsverfahrens. Da trauen sich diese Leute - einschließlich Jutta Limbach - noch in ein solches Forum. Über so viel Chuzpe kann ich nur den Kopf schütteln.
Beste Grüße
Ignaz Berblinger
Karsten Triebe schreibt: Wo sind wir?
Im "Reading Room"!!! Im Lesezimmer wäre es viel gemütlicher gewesen...
Klaus Schötensack schreibt:
"im F.A.Z.Reading Room empfiehlt Jutta Limbach uns sprachliches Selbstbewußtsein."
Erübrigt sich da nicht jede Diskussion?
Rico Pedrotti schreibt: "READING ROOM"
"Hat Deutsche eine Zukunft" Bei der FAZ wohl nicht sonst würde dieses Umfeld wohl eher "Leseraum" und nicht "READING ROOM" heissen.
Trotzdem gefällt mir der "Reading Room" sehr gut - kompliment. Ziemlich "coole microsite" ;-)