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Mittwoch, 22. Mai 2013
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Das Podium des Lesesaals

Seyran Ates

Schriftstellerin und Rechtsanwältin

Seyran Ates, geboren 1963 in Istanbul, wuchs vom sechsten Lebensjahr an in Deutschland auf und lebt in Berlin. Ihre Erfahrungen schilderte sie in "Große Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen Türkin" (2003). Als Rechtsanwältin hat sie sich mit Familienrecht und der Integrationsdebatte befasst. Sie hat sich in Vorträgen und Veröffentlichungen gegen das Kopftuch, Zwangsheirat und Ehrenmorde ausgesprochen. Zuletzt erschien ihr Buch "Der Multikulti-Irrtum - Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können" (2007).

Patrick Bahners

Redakteur

zur Kurzbiographie

Hans Cristoph Buch

Schriftsteller

Hans Christoph Buch, geboren 1944 in Wetzlar, lebt als Schriftsteller in Berlin, wenn er nicht gerade beobachtend, analysierend und kommentierend in der Welt unterwegs ist. Sein besonderes Interesse gilt dem Schicksal Haitis, woher ein Teil seiner Vorfahren kommt. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen "Bericht aus dem Innern der Unruhe" (1979), "Karibische Kaltluft" (1985), "Die Nähe und die Ferne" (1991", "Die neue Weltunordnung" (1996) und "Standort Bananenrepublik" (2004). Zuletzt erschienen die Bände "Black Box Afrika - Ein Kontinent driftet ab" und "Tod in Haband".

Hartmut Esser

Sozialwissenschaftler

Hartmut Esser, geboren 1943 in Elend/Sachsen-Anhalt, lehrt Soziologie und Wissenschaftslehre an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim; seit 2008 Prorektor für Forschung. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen "Soziologie. Allgemeine Grundlagen" (1993, 1999), "Soziologie. Spezielle Grundlagen" (6 Bände, 1999ff.), "Soziologische Anstöße" (2004), "Sprache und Integration" (2006).

Wolfgang Frühwald

Literaturwissenschaftler

Wolfgang Frühwald, geboren 1935, war Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1992-1997 und Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung 1999-2007. Lehrte bis 2003 Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen "Das Talent Deutsch zu schreiben" (2005), "Goethes Hochzeit" (2007) sowie "Wieviel Wissen brauchen wir?" (2007).

Hans-Martin Gauger

Sprachwissenschaftler

Hans-Martin Gauger, geboren 1935, lehrte von 1969 bis 2000 (Emeritierung) Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Freiburg. Sieben Jahre lang war er Vizepräsident der "Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung". Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen "Was wir sagen, wenn wir reden. Glossen zur Sprache" (2004) und "Vom Lesen und Wundern. Das Markus-Evangelium" (2005).

Helmut Glück

Literatur- und Sprachwissenschaftler

Helmut Glück, geboren 1949, lehrt seit 1991 Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bamberg. Er ist Vorstandsmitglied der "Stiftung Deutsche Sprache" (Berlin). Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen das "Metzler Lexikon Sprache" (3. Aufl. 2005), "Ein Franke in Venedig. Das Sprachbuch des Georg von Nürnberg, 1424" (2006, zusammen mit B. Morcinek) und "Johann Ernst Glück (1654–1705). Pastor, Philologe, Volksaufklärer im Baltikum und Russland" (2005, zusammen mit I. Polanska).

Ingrid Gogolin

Erziehungswissenschaftlerin

zur Kurzbiographie

Karl-Heinz Göttert

Literatur- und Sprachwissenschaftler

Karl-Heinz Göttert, geboren 1943 in Koblenz, lehrt Ältere Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Köln. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen "Es gibt keinen Kuß mehr. Die (neue) Rechtschreibung erklärt" (2007) und "Alle unsere Feste. Ihre Herkunft und Bedeutung" (2007).

Rudolf Hoberg

Sprachwissenschaftler

Rudolf Hoberg, geboren 1936 in Neukirchen (Niederrhein), lehrt seit 1974 Germanistische Sprachwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt, seit 1999 ist er Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und seit September 2007 Vorsitzender des Deutschen Sprachrats, eines Zusammenschlusses des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), der Gesellschaft für deutsche Sprache (Wiesbaden), des Goethe-Instituts (München) und des Instituts für Deutsche Sprache (Mannheim). Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen "Sprechen wir bald alle Denglisch oder Germeng?" (2000), "Englisches im Deutschen: Take it easy, but not too easy!" (Hg., 2001), "Deutsche und europäische Sprachenpolitik" (2005) sowie "Lasst uns den Sprachen-Spagat üben! Anmerkungen zur deutschen und europäischen Sprachenpolitik und -vermittlung" (2008).

Paul Kirchhof

Rechtswissenschaftler

Paul Kirchhof, geboren 1943 in Osnabrück, lehrt seit 1981 öffentliches Recht an der Universität Heidelberg, von 1987 bis 1999 war er Bundesverfassungsrichter; er ist u. a. Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht und leitet seit 2000 die Forschungsgruppe "Bundessteuergesetzbuch". Für seine Verdienste um die deutsche Sprache des Rechts und das deutsche Sprachenrecht wurde er 2005 mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ausgezeichnet. Er ist u. a. Herausgeber des Handbuchs des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland (zusammen mit Josef Isensee) sowie des Kompaktkommentars zum Einkommensteuerrecht. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählt das "Das Gesetz der Hydra. Gebt den Bürgern ihren Staat zurück" (2006).

Michael Klett

Verleger

Michael Klett, geboren 1938 in Stuttgart, trat 1965 als Assistent seines Vaters in den Stuttgarter Klett Verlag ein, dessen Leitung er 1976 übernahm. 1977 durch die Übernahme der Cotta'schen Buchhandlung zu Klett-Cotta erweitert, zählt das Stuttgarter Haus nicht nur im Schulbuchbereich zu den führenden Verlagen Deutschlands.

Christel Kottmann-Mentz

Schulleiterin

Christel Kottmann-Mentz unterrichtet seit 30 Jahren Kinder türkischstämmiger Herkunft, sie leitet die Deutsch-Türkische Europaschule Aziz Nesin in Berlin-Kreuzberg.

Stefan Luft

Politikwissenschaftler

Stefan Luft, geboren 1961, ist Politikwissenschaftler an der Universität Bremen. Sein Habilitationsverfahren wurde im Februar 2008 abgeschlossen. Er ist Verfasser von Arbeiten zur Ausländer- und Integrationspolitik in Deutschland. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen "Ausländerpolitik in Deutschland. Mechanismen, Manipulation, Missbrauch" (2003) sowie "Abschied von Multikulti. Wege aus der Integrationskrise" (2007).

Christian Meier

Geschichtswissenschaftler

Christian Meier, geboren 1929 in Stolp/Pommern, lehrte bis 1997 Alte Geschichte an der Universität München und war von 1996 bis 2002 Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Für seinen Einsatz für die deutsche Sprache erhielt er 2003 den Jacob-Grimm-Preis. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen "Sprache in Not? Zur Lage des heutigen Deutsch" (Hg., 1999) und "Von Athen bis Auschwitz. Betrachtungen zur Lage der Geschichte" (2002).

Edda Moser

Sängerin, Festivalgründerin

Die Opernsängerin Edda Moser, geboren 1938 in Berlin, lebt in Köln. 2006 begründete die Sopranistin das "Festspiel der deutschen Sprache" auf der Heidecksburg bei Rudolstadt. Im selben Jahr wurde sie als "Sprachwahrer des Jahres" ausgezeichnet.

Steffen Möller

Schauspieler, Schriftsteller

Steffen Möller, geboren 1968 in Wuppertal, lebt seit 1994 in Polen, wo er als Schauspieler in der Fernsehserie "L wie Liebe" landesweit bekannt wurde. In seinem im Februar dieses Jahres erschienenen, äußerst erfolgreichen Buch "Viva Polonia – Als deutscher Gastarbeiter in Polen" beschreibt er seine Erfahrungen.

Regina Mönch

F.A.Z.-Korrespondentin

zur Kurzbiographie

Thomas Paulwitz

Journalist

Thomas Paulwitz, geboren 1973 in Eichstätt, ist Mitgründer und Chefredakteur der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt", sowie Mitgründer und Vorstandsmitglied der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt – Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache, die in Köthen ein Zentrum für Sprachpflege errichten will. 2006 wurde er mit dem Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalismus ausgezeichnet.

Klaus Reichert

Literaturwissenschaftler

Klaus Reichert, geboren 1938 in Fulda, ist seit 2002 Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt erschienen "Die unendliche Aufgabe. Zum Übersetzen"(2003), seine Übersetzung der Sonette William Shakespeares (2005), "Lesenlernen. Über moderne Literatur und das Menschenrecht auf Poesie" (2006) und "Je näher man ein Wort ansieht, desto ferner sieht es zurück. Sprachglossen deutscher Autoren" (2007).

Roswitha Reinbothe

Sprach- und Politikwissenschaftlerin

Roswitha Reinbothe, Privatdozentin an der Universität Duisburg-Essen, arbeitet zur Zeit an einem Forschungsprojekt über die Geschichte der Mehrsprachigkeit auf internationalen wissenschaftlichen Kongressen. Zu ihren letzten Veröffentlichungen zählen "Deutsch als internationale Wissenschaftssprache und der Boykott nach dem Ersten Weltkrieg" (2006), "Die deutsche Sprache in China. Geschichte, Gegenwart, Zukunftsperspektiven" (zusammen mit Ulrich Ammon und Zhu Jianhua herausgegeben, 2007).

Jürgen Schiewe

Literatur- und Sprachwissenschaftler

Jürgen Schiewe, geboren 1955 in Königslutter-Lelm, lehrt seit 2003 an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald Germanistische Sprachwissenschaft. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen "Die Macht der Sprache. Eine Geschichte der Sprachkritik von der Antike bis zur Gegenwart" (1998), "Witzkultur in der DDR. Ein Beitrag zur Sprachkritik" (2000) und "Öffentlichkeit. Entstehung und Wandel in Deutschland" (2004). Er ist Mitherausgeber des sprachwissenschaftlichen Periodikums "Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur".

Gerhard Schulz

Literaturwissenschaftler

Gerhard Schulz, geboren 1928 in Löbau/Sachsen, promovierte an der Universität Leipzig und ging 1959 nach Australien, wo er an verschiedenen Universitäten tätig war, 1969 wurde er auf den Lehrstuhl für Germanic Studies an der Universität Melbourne berufen. Seit 1993 ist er Professor Emeritus dieser Universität. Im letzten Jahr erschien seine große Kleist-Biographie.

Michael Stabenow

F.A.Z.-Korrespondent

zur Kurzbiographie

Jürgen Trabant

Sprachwissenschaftler

Jürgen Trabant, geboren 1942 in Frankfurt am Main, lehrt Romanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen "Artikulationen. Historische Anthropologie der Sprache" (1998), "Der Gallische Herkules. Über Sprache und Politik in Frankreich und Deutschland" (2002), "Mithridates im Paradies. Kleine Geschichte des Sprachdenkens" (2003), "Cenni e voci. Saggi di sematologia vichiana" (2007) und "Was ist Sprache?" (2008).

Feridun Zaimoglu

Schriftsteller

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im türkischen Bolu und in Deutschland aufgewachsen, lebt als Schriftsteller in Kiel. 1995 erschien sein Debüt "Kanak Sprak", seither hat er zahlreiche Erzählungen, Essays und Romane veröffentlicht, darunter "German Amok" (2002), "Zwölf Gramm Glück" (2004), "Leyla" (2005) und "Von der Kunst der geringen Abweichung" (2007). In diesem Frühjahr erschien der Roman "Liebesbrand".

Cem Özdemir

Politiker

Cem Özdemir, geboren 1965, ist seit 2004 Abgeordneter im Europäischen Parlament (Die Grünen / Freie Europäische Allianz) und außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. An der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Reutlingen hat er Sozialpädagogik studiert. Seine politischen und publizistischen Interessen umfassen die Außenpolitik der EU, das Verhältnis EU-Türkei, Migrations- und Integrationspolitik sowie Islam in Deutschland und Europa.

Herausgegeben von Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

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