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Forum:

Wie soll dieses Bücherforum künftig heißen?

Bitte machen Sie Vorschläge mit kurzer Begründung. Die Frage bleibt bis zum kommenden Sonntag freigeschaltet.

Zur Diskussion: "Darf dieses Forum 'Reading Room' heißen?"

Beiträge

04.05.2008 | 23:24 Uhr

Gerhard Vossius: Das vertiefende Gespräch

Die Bezeichnung "Das vertiefende Gespräch" entspricht dem Niveau der ausgewählten Literatur, fordert zu einer gewünschten Nachdenklichkeit auf und ist auch dem oft hohen Anspruch der Leserzuschriften zu allen Themen der Zeitung adäquat.

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04.05.2008 | 20:57 Uhr

Stephan Rosentreter: Bitte keine Anglotümelei bei der FAZ, also "Leseraum" statt "reading room"

Der anglotümelnde Begriff "reading room" sollte durch eine griffige muttersprachliche Wendung ersetzt werden, bspw. durch, was läge näher, "Leseraum" oder "FAZ-Leseraum".

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06.05.2008 | 21:32 Uhr
Dieter Hoffmann schreibt: Die beste Lösung

Diese Bezeichnung ist doch gut. Leseraum trifft es nicht nur wörtlich, Raum zum Lesen, sondern auch im übertragenen Sinne. Der Raum ist in unserer Sprache auch das Weltall, die Unendlichkeit, was sehr gut zu einem Lese-Raum im Internet passt. Heißen sollte es aber Leseraum.



04.05.2008 | 20:00 Uhr

harburger zwerge: NICHT READING ROOM ODER LESESAAL

SONDERN FAZECKE.

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08.05.2008 | 22:44 Uhr
harburger zwerge schreibt: Shakespearian

Najut, iss jetzt eh ejal ... dat Dink heißt wie inner Uni jetzt deutschbürgerlich "Lesesaal", mithin, Shakespearian: much ado bout notting, Gruß HZ


08.05.2008 | 10:33 Uhr
marluis ziegler schreibt: FAZECKE

FAZECKE? Klingt so sehr nach ZECKE, ein unangenehmes Tier.

.



04.05.2008 | 16:08 Uhr

jutta rustner: Echolog/Hallraum

Einfach der schönste Vorschlag. Der neue Raum soll Echolog heißen.
Was ist wichtig, dass ich etwas gelesen habe , um etwas zu sagen? Lediglich Lesen? Oder muss ich fünf lange Seiten schreiben, wenn es auch treffend geht? Das deutsch -griechische Echolog verweist darauf, dass eine Antwort, dass eine Adresse, die ja viele Räume haben kann und soll, bitte, mit drin ist über die schon vertrauten weblogs hinaus.

Echo ist größer und ist schöner als Web. Ich sehe, höre, schreibe, in Datenabschnitten oder in Einheiten von Strophen, ein musikalischer Spaß. Von Fern erinnert Echolog auch an den frischen, jedesmal notwendigen Prozess des sich Einloggens. Vorschlag für eine deutsche Übersetzung: HallRaum.

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04.05.2008 | 12:56 Uhr

Wolfgang Schäfer (Verlagskaufmann): Mein Vorschlag: Leseweide

Der Begriff ist kurz und leicht einprägsam. Ich verbinde damit Weite, (geistige) Nahrhaftigkeit und Freude (sich an etwas weiden).

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04.05.2008 | 11:09 Uhr

Friedrich Kiechle: "Netzplatz", "Agora"?

Wie wäre es mit "Netzplatz" ("F.A.Z.-Netzplatz") oder "Agora" ("F.A.Z.-Agora")?

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04.05.2008 | 11:05 Uhr

Patrick Asendorf: Schmökerecke

Meiner Ansicht nach sollte der Reading Room Schmöckerecke heißen. Ich finde, das Wort "schmökern", das in meinem Vorschlag steckt, lädt dazu ein, sich den Laptop auf den Schoß zu legen und gemütlich in einem Sessel eben in der Schmökerecke zu schmökern, über das Gelesene nachzudenken und die Literatur zu genießen.

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05.05.2008 | 08:54 Uhr
Gregor Keuschnig schreibt: Schmökerecke klingt mir

- pardon - ein bisschen zu sehr nach Elke Heidenreich.



04.05.2008 | 10:25 Uhr

Peter Heldt: Lesestube

Ich freue mich, dass meine frühzeitige Kritik am Namen "Reading Room" geteilt wird. Mein Vorschlag: Lesestube. Lesestube ist zwar von der korrekten Übersetzung Lesesaal weit entfernt, aber schliesslich findet die Nutzung dieser Rubrik am heimischen PC meist im trauten Kämmerlein statt.
Gruss, Peter Heldt

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04.05.2008 | 00:47 Uhr

Udo Breitkopf: Vorschlag: "...lesenswert ! (?) " o. " Lesenswertes ! (?) "

Deutsche Texte im "Reading Room" einer deutschen Zeitung; vielleicht doch etwas albern und im Ausland belächelt. Sie stellen oft Gutes vor, also lesenswert! Jedoch manchmal nagt der Zweifel, leuchtet gar ein Warnlicht. Der Vorschlag drückt dies schlicht doch neugierig machend aus. Und der Anglizismus ist vom Blatt !

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03.05.2008 | 20:08 Uhr

Renate Franke (Kunsthistorikerin): So einfach, wie möglich

Der "Reading Room" sollte fortan ganz schlicht und deutsch "F.A.Z.-Sprechzimmer" heißen.

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03.05.2008 | 20:07 Uhr

Silke Paulsen: (F.A.Z.) Fragen.Antworten.Zwischenrufe

So sehe ich den Reading Room>>>>
Fragen.Antworten.Zwischenrufe (F.A.Z.)
... könnte ich mir als Bezeichnung des Reading Room's auch gut vorstellen.

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03.05.2008 | 19:41 Uhr

Werner Krawietz: Buch-FAZetten

Mein Favorit unter den bisherigen Vorschlägen ist "Buch-FAZetten", aber bitte mit Bindestrich! Auf den zweiten Platz würde ich "Lit-FAZ-Säule" setzen und dafür diese Schreibweise ins Gespräch bringen.

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03.05.2008 | 18:47 Uhr

Silke Paulsen: Buch-Hecker

"Die Buch-Hecker" < das ist nun wirklich deutsch...
und soll meiner Meinung nach diejenigen bezeichnen, die viel über ein Buch reden, etwas "aushecken" im weitesten Sinne, ihre Gedanken zu einem Buchtext aussprechen. Das Verb hecken findet man noch in alten Wörterbüchern (Duden von 1905 und im Hachette von 1941), ohne die Vorsilbe.

Auch fast vergessene Wörter sind reizvoll - im Englischen schriebe man es (von der Aussprache her) "hacker" und das hat m.E. DOCH etwas mit dem Begriff "hecken" zu tun ... das wäre ein neues Gesprächsthema. Das oben genannte Wort leitete ich von der Buchecker (Frucht der Buche) her, Buchenstab etc. etc., im weitesten Sinne also mit dem Lesen eines Buches zusammenhängend ...



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03.05.2008 | 17:26 Uhr

Klaus-Jürgen Frank (Verleger): Klaus-Jürgen Frank: F.A.Z. - FdM

Mein Vorschlag: Forum der Meinungen. Denn im "Reading Room" wird eine öffentliche Diskussion geführt.

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03.05.2008 | 14:42 Uhr

Sascha-Andre´ Liehr: "Literatur & Geist"

... gibt einen Hinweis auf Geschriebenes und hat gleichermaßen den Anklang der Reflektion und Gedanklichkeit über die Materie. Sieht gut aus & klingt elegant.

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03.05.2008 | 10:49 Uhr

Gerhard Bomba: "Treffpunkt"

Begründung:
1. Der Begriff sollte möglichst kurz und prägnant sein.
2. Er sollte bezeichnend sein.
3. Er sollte offen sein für seine Verwendbarkeit. Es soll ja nicht nur gelesen, sondern darüber auch diskutiert und evtl. einfach miteinander gesprochen werden. Wer sich trifft zeigt die Bereitschaft, auf andere zuzugehen.
Sollte eine noch bündigere Bezeichnung wünschenswert erscheinen, so wäre eine Verkürzung auf "Treff" oder auch "F.A.Z.-Treff" möglich.

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04.05.2008 | 13:40 Uhr
Jochen Merkel schreibt: Treff als Ausgangsbegriff

Darauf aufbauend: Warum nicht "Lit-Treff" oder "Buch-Treff"? oder ganz anders: "(Bücher-)"EchoRaum"; Literatur-Salon (so wie 1820 in Berlin) ist wohl zu hochgestochen?


04.05.2008 | 00:38 Uhr
Udo Breitkopf schreibt: Mein Vorschlag: " ... lesenswert ! (?) " o. " Lesenswertes ! (?) "

Deutsche Texte im "Reading Room" einer deutschen Zeitung; vielleicht doch etwas albern und im Ausland belächelt. Sie stellen oft Gutes vor, also lesenswert! Jedoch manchmal nagt der Zweifel, leuchtet gar die rote Lampe. Der Vorschlag drückt dies schlicht doch neugierig machend aus. Und der Anglizismus ist vom Blatt !



03.05.2008 | 09:01 Uhr

Uwe Ebbinghaus: Der Vorab-Aspekt

Erwogen werden sollten, finde ich, auch Wörter, die den Aspekt hervorheben, dass hier über Bücher erstmalig gesprochen wird und dass es sich um eine Vorabveröffentlichung handelt.

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03.05.2008 | 10:09 Uhr
H. Neuer schreibt: F.A.Z. Buchpremiere

Wie wäre es denn mit F.A.Z. Buchpremiere. Bei einer Premiere wird ja auch immer viel über ein neues Stück o. ä. gesprochen.



03.05.2008 | 08:57 Uhr

Silvia Paulsen: Lesesaal

Lesesaal ist einfach, schön und klar. Schon nach kurzer Zeit wird uns dieser Name so selbstverständlich vorkommen, dass niemand mehr fragen wird, ob das mal Reading Room hieß oder ob man in einem Lesesaal leise sein muss oder diskutieren darf. Literaturforum würde die Sache vielleicht genauer treffen. Aber es wäre mehr Beschreibung als unverwechselbarer Name. Lesesaal - da wird man bald wissen, so heißt das Literaturforum der FAZ. Und gut ist ...

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04.05.2008 | 12:20 Uhr
Hans Gebhard schreibt: Hans Gebhard

Lesesaal oder Lesekabinett finde ich optimal. Es ist mit diesen Titeln auf den ersten Blick verständlich, was darunter gemeint ist ,und man muß nicht über "Kunstworte" oder komplizierte Wortverbindungen grübeln



03.05.2008 | 08:44 Uhr

Helmar Haertel: Helmar Härtel: Statt "Reading Room" "Treff im Netz"

Statt "Reading Room": "Treff im Netz" oder "Lesetreff". Begründung: Im deutschen Kontext artikuliert sich ein deutsches Wort besser. Mein Begriff trifft, glaube ich, den Sinn des Trendwortes genau genug. Beide Vorschläge sprechen sich leicht und man kann sie sich gut merken.

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03.05.2008 | 00:33 Uhr

Rüdiger Hoffmann: Geiststätte

Um an die Vorstellung eines Ortes anzuknüpfen, an dem man sich zum Austausch von Gedanken, aber auch nur zum Lesen trifft, könnten man in Anlehnung an die gemütliche Gaststätte auch daran denken, den Lesesaal Frankfurter Allgemeine Geiststätte zu nennen.

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03.05.2008 | 19:03 Uhr
Karin Herrenkind schreibt: wenn dann bitte schön: Geistesstätte

... eine Geiststätte klingt sehr nach englischen Schloßgespenstern



02.05.2008 | 21:48 Uhr

Chris Merner: Spielen

Ich möchte den Begriff "Bücher-Bus" einbringen.
So eine mobile Büchrei gab´s in meiner alten Heimat.
Einsteigen, quatschen, lesen, ausleihen, n Stückchen mitfahren.

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02.05.2008 | 21:42 Uhr

Johannes Motz: Literatur-Salon

Der Reading-Room sollte Literatur-Salon heißen. Der Vorschlag möchte eine Gedankenverbindung zu den geselligen Zirkeln und ihrem freien Austausch von Meinungen und Ideen herstellen, die das geistige Leben im 18. und insbesondere im 19. Jahrhundert auch in Deutschland befruchtet haben. Dem offenen Haus der historischen Salons entspräche heute die breite Nutzung des F.A.Z.-Forums durch die der F.A.Z. verbundenen Weltnetznutzer.

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02.05.2008 | 21:02 Uhr

Sascha-Andre´ Liehr: Frankfurter Allgemeine Literatur

Unter Berücksichtigung der aktuellen "Reading Room" Website & der Beibehaltung eines zweizeiligen Fensters / Schriftblocks kann man sich auf mehrere Vorschläge einlassen.
Frankfurter Allgemeine (1.Zeile)
Literatur (2.Zeile / in der gleichen Typographie !)
Literatur Salon (2.Zeile / in der gleichen Typographie)
Literatur Forum (2.Zeile / in der gleichen Typographie)

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02.05.2008 | 21:02 Uhr

Renate Schellhaas: Buchforum oder Bücherforum

Forum soll der neue Raum heißen, wünsche ich mir!
Ob nun "Buch" oder "Bücher", das sei dahin gestellt.
Aber das Forum soll es sein!

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04.05.2008 | 21:45 Uhr
Wilko Fokken schreibt: Ich stimme dem Vorschlag "Bücherforum" zu

(Für auswärtige Teilnehmer ohne deutsche Tastatur sollte evtl. auch "Buecherforum" zugänglich sein, verbunden mit einem zusätzlichen Dienst zur automatischen Umlaut-Konvertierung.)

Bücherforum ist leicht zu schreiben, leicht zu merken; auch neuen Teilnehmern wird bereits durch "triviale Inspektion" klar, um welche Aktivitäten es sich hier handelt.



02.05.2008 | 20:46 Uhr

Karl-Heinz Göttert: Lesezeichen

Wenn schon deutsch, dann wenigstens verspielt, vieldeutig, frisch/frech, z. B.: LeseZeichen.

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04.05.2008 | 13:22 Uhr
marluis ziegler schreibt: M. Ziegler:Lesezeichen

Schade:Lesezeichen ist schon vergeben! Bei meinem Provider - und nicht nur bei meinem!- Mozilla Firefox steht Lesezeichen anstelle der Favoriten vom Internet Explorer.
Aber F.A.Z. Lese Forum finde ich gut. Forum aus den Lateinischen, der "Ursprache" der Europäer, beinhaltet doch so Vieles; lesen, diskutieren auch über Gelesenes schreiben usw.



02.05.2008 | 19:21 Uhr

Thomas Hertel: Warum nicht eine Literatur-Entlehnung - zum Beispiel: "Luminar"?

Mich wundert, dass scheinbar noch kein FAZ-Leser die Bezeichnung >LUMINAR< vorgeschlagen hat. Ich verweise hier (aus Zeitgründen) einfach auf WIKIPEDIA:
"Das Luminar ist ein nicht im Detail beschriebenes Gerät, an das ‚Anfragen’ zu historischen Ereignissen gerichtet werden können und von dem als Antwort teils passende Texte auf einem Bildschirm angezeigt werden, teils Szenen vorgespielt werden […]. Das Material wird von in den Katakomben arbeitenden Wissenschaftlern bereitgestellt. […]"

Dieser Ausdruck wäre nicht nur schlechthin ein Beitrag zur verdienstvollen Ernst-Jünger-Erbepflege der F.A.Z., sondern es würde zugleich auf offene Potentiale des Internets orientiert. Im Reading Room ist nämlich Platz für (literarische) Texte und Zeichen ("TEXTE UND ZEICHEN" war der Titel des legendären Kulturmagazins vom NDR). Also wenn es angesichts des zur Debatte stehenden Themas sinnvoll ist, werden in diesem Forum wohl auch Filme, usw. zu sehen sein (– Audiodateien sind ja bereit im Einsatz).

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02.05.2008 | 18:56 Uhr

Irene Liefländer (Journalistin): Irene Liefländer: Gesprächsrunde im Netz

Angeblich soll der Reading Room ja an eine Bibliothek in London erinnern. Aber in Leseräumen, Lesesäalen, Lesezimmern soll man ja nicht sprechen oder Gedanken austauschen, sondern schweigend lesen. Deshalb mein Vorschlag: F.A.Z. Gesprächsrunde im Netz

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02.05.2008 | 18:13 Uhr

Frank Artmano: Literatur-Forum

Diese mehrfach vorgeschlagene Benennung möchte ich unterstützen. Evtl. auch in der bereits genannten Form F.A.Z. Literaturforum.

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02.05.2008 | 17:02 Uhr

Marcel Reisdorf (Prokurist): F.A.Z. LiteraTOUR

LiteraTOUR trifft meines Erachtens beide Aspekte des "Reading Rooms" : a) Es geht um Literatur und b) es soll keine virtuelle Sackgasse sein, kein statischer Ort, an dem man ankommt und fürderhin stehen bleiben möchte. Stattdessen möchten sich die Literaturfreunde fortschreitend informieren, austauschen und einander anregen, bevor man dann gemeinsam zu neuen Ufern - vulgo Büchern - aufbricht.

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02.05.2008 | 15:57 Uhr

Sascha-Andre´ Liehr: "Zeitgeist Forum Literatur"...

... und die verschiedenen Abwandlungen. "F.A.Z. Zeitgeist Forum" in der ersten Zeile und in der zweiten Zeile Stichwort: Literatur, Deutsche Sprache , usw.
Zeitgeist ist eine der verbreitetsten deutschen Vokabeln weltweit. Die Italiener haben Dolce Vita die Franzosen Savoir Vivre. Die Engländer haben Lifestyle und die Deutschen haben eben Zeitgeist.
Viva Germania!

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03.05.2008 | 09:26 Uhr
Uwe Ebbinghaus schreibt: über

Ähnlich verbreitet ist inzwischen "über/ueber/uber" in der Welt (siehe unsere Fragebogen-Weltkarte). Vielleicht kann man daraus etwas machen. Die Schwierigkeit ist nur, es darf nicht gesucht wirken.



02.05.2008 | 14:54 Uhr

Bianca-Maria Zimmermann: Literarischer Salon

Der Begriff Leserforum ist doch vielsagend genug, oder Lesesalon oder vielleicht Leseecke oder literarischer Salon analog zu den literarischen Salons des 18. und 19. Jahrhunderts, in denen ebenfalls über aktuelle Themen oder literarische Neuerscheinungen diskutiert wurde.
Gerade der letztgenannte Vorschlag wäre dem Niveau der FAZ angemessen.

Das phonetisch unschöne Wort mit der rollenden Alitteration sollte möglichst schnell ersetzt werden. Es ist des Weiteren unbegreiflich, warum ausgerechnet die FAZ nun auch zum Denglisch oder dem "Neudeutsch" greift, ist sie doch sonst gerade sprachlichen Änderungen gegenüber eher zurückhaltend.

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02.05.2008 | 19:36 Uhr
Johanna Geisel schreibt: Fein!

"Lesesalon" gefällt mir gut. Ist knackiger als "Literarischer Salon" und ist eine beinahe wörtliche Übersetzung von "Reading Room", womit mal wieder gezeigt wäre, dass man auch ohne große Verrenkungen deutsche Entsprechungen für englische Phrasen finden kann.


02.05.2008 | 17:26 Uhr
Thomas Berger schreibt: Zustimmung!

Eine Kombination mit dem Wort "Salon" fände ich, wie schon einmal angemerkt, aufgrund der Konnotation mit den historischen Salons am schönsten. Ein ganz vermessener Wunsch: Vielleicht haben Sie ja sogar den Mut, auf die Internetpünktchen und optische Lesehilfen für die MTV-Generation zu verzichten - also weder ein lit.salon, noch ein F.A.Z. Internet Literatur Salon, noch ein OnlineLeseSalon.
Einfach nur der "Literarische Salon der F.A.Z.".
P.S. Ich finde die Beteiligung der Leser an dieser Frage höchst erfreulich. Weiter so!




02.05.2008 | 14:30 Uhr

Paul Kirchhof: Unterwegs zum "Forum"

"Reading Room" ist Ausdruck von Technik, Distanz, Flüchtigkeit, Eile, Vorläufigkeit. Wer sich hingegen an den deutschsprachigen Partner wendet und dort zu Grundsatzbetrachtungen - über die Sprache und das Buch von Jutta Limbach - einlädt, schafft mit dem Wort "Forum" eine Sprechsituation, in der ein Redner ein großes Publikum vor Augen hat, dieses begeistern, warnen, aufrühren, für seine Gedanken einnehmen will.

Auf dem Forum erwartet der Redner spontane Äußerungen seines Publikums, Raunen und Klatschten, Jubel und Buhrufe. Der Redner steht seinem Publikum unmittelbar gegenüber. Es kann sich jederzeit dem Rednerpult nähern, um ihn zu bedrängen oder ihm auf die Schulter zu klopfen. Forum ist der Ort aktiver Begegnung, Reading Room der Ort passiven Lesens.

Und das "Buch" ist gegenständlicher Geist. Es verbreitet Worte und Ideen, Einsichten und Weisheiten, erhält und überliefert Erfahrungen, Gedanken und Wissen, entfaltet in der Buchkunst Kultur, in der Buchrolle Rechtsgeschichte, im Buchstaben den Zusammenklang von Wörtern, Rechtschreibung und Drucktechnik.
Wir stehen also vor der Frage, ob wir uns gegenseitig etwas zum Lesen geben oder das Gespräch miteinander führen wollen. Ich bin unterwegs zum Forum.

(Auszug aus P. K.s Beitrag zum "Pro & Contra Reading Room")

Kommentare

04.05.2008 | 23:16 Uhr
Wilko Fokken schreibt: Betrachtung zum "reading room" - (kein Denglisch!)

Verehrter Prof. Kirchhoff,
eine frühe Erfahrung mit der englischen Sprache hatte mich schon als Kind begeistert: Während einer Ferienfahrt begegnete mir an einer Straßenbaustelle ein Schild: "men working". Schlichter und eingängiger konnte man die Aufforderung, rücksichtsvoll zu fahren, wohl nicht ausdrücken.

Deutsche Begriffe geraten uns auf der Suche nach logisch korrekten Definitionen oft zu
Wortungetümen, während kurze englische Wortschöpfungen leichter vom Gefühl her einzuordnen sind, z. B. erscheint die Unterteilung von digitalen Maschinendaten in "bits", "bytes", "nibbles" usw. auf der Gefühlsebene eingängiger (und damit geistig schneller zu verarbeiten!) als noch so genaue numerische Definitionen.
Einen geistigen Aspekt sollten wir im Deutschen vielleicht etwas mehr beachten: Je vertrauter uns Namen und Begriffe werden, desto mehr treten ihre ursprünglichen Bedeutungen zurück und erscheinen uns verselbständigt als Siegel für sehr subjektive Erfahrungen.


04.05.2008 | 13:48 Uhr
Jochen Merkel schreibt: eher "Plattform"

Statt des eher braven "Forum" eher "Plattform" (auf die man springen muss, um Gehör zu finden)?



02.05.2008 | 14:28 Uhr

Helmut Glück: "F.A.Z. Lesekabinett"

Wie wäre es mit "salon de lecture" oder "Rezensentenstadel" oder "F.A.Z. Lesekabinett" oder "Neigungsgruppe Buchbesprechung"?

Kommentare

07.05.2008 | 11:49 Uhr
Herbert E. Brekle schreibt: "Leser-Forum"

Ich bin gespannt, wozu sich die Redaktion letztendlich entschließen wird. Mein Vorschlag ist "Leser-Forum". Es geht doch darum, den nachdenklichen Lesern einen Raum zu geben, in dem sie sich zu einem Thema austauschen können.


03.05.2008 | 19:41 Uhr
Thomas Paulwitz schreibt: Darauf wollte ich hinaus,

lieber Herr Ebbinghaus. Es ist wirklich kein Zufall. Daß Selbstfindungsprozesse zu Übertreibungen führen können, ist im übrigen wahr. In diesem Forum sehe ich diese Gefahr jedoch nicht.


02.05.2008 | 18:22 Uhr
Uwe Ebbinghaus schreibt: Gar kein Zufall

Dass die Spur ins 18. Jahrhundert führt, ist natürlich kein Zufall. In dieser Zeit hebt sich die neuere deutsche Literatur aus der Taufe - in übrigens teils rüder Ablehnung des Französischen. Das verband sogar Aufklärer und Stürmer und Dränger, selbst Goethe und Lessing waren zu unsachlichen Attacken bereit. Und auch die Sprache des "Götz von Berlichingen", eine bewusst altdeutsche, ist nur vor diesem Hintergrund zu verstehen.

"Salon" wäre im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in den führenden intellektuellen Kreisen ein höchst problematischer Begriff gewesen. Heute scheint es eher das Amerikanische zu sein, das zu Abgrenzungsbedürfnissen führt. Und das ist ja auch in Ordnung, sofern etwas (Gleichwertiges) dabei herauskommt.
Zurück zum 18. Jahrhundert: Mir sind die Intellektuellen dieser Zeit am liebsten, die auf der Basis eines gesunden deutschsprachigen Selbstbewusstseins über den Tellerand schauten - und der anregendste war wahrscheinlich Lichtenberg, ein Anglophiler.
Die hier begonnene Namenssuche soll gewiss keiner Deutschtümelei Vorschub leisten, sondern einer Vergewisserung über die kreativen Möglichkeiten der deutschen Sprache dienen.


02.05.2008 | 17:30 Uhr
Thomas Paulwitz schreibt: Ein Zufall?

Auch das Lesekabinett führt uns ins 18. Jahrhundert, ins Zeitalter der Aufklärung, genauso wie die Lesegesellschaft und der Literarische Salon, die ebenfalls vorgeschlagen sind. Ein Zufall?


02.05.2008 | 14:38 Uhr
Uwe Ebbinghaus schreibt: "Neigungsgruppe Buchbesprechung" ...

habe ich auf jeden Fall schonmal in meinen Sprachschatz aufgenommen. Sehr gut.



02.05.2008 | 14:24 Uhr

Neuberger Tobias: Literarisches Saatgut

Deutschland hat 80 Millionen Bundestrainer. Fast genauso viel wie Literaturkritiker. Der Rezensent ist der Gärtner des Rosenstockes. Entweder die richtige Pflege des Gärtners und/oder die Gene des Saatgutes entscheiden über die prächtigen Blüten der Rose. (Das Saatgut kann natürlich auch mit der Herkunft belegt werden, wie z.B. ... der Demokratie oder ... der Frau Limbach etc.)

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02.05.2008 | 14:24 Uhr

Werner Kastor (Journalist): Buch-FAZetten ist der Renner

Lesbar klingt zu sehr nach Berliner Kneipe, aber Les.Art und Buch-FAZetten finde ich schon sehr gut. Vielleicht kann man den letzten Begriff mit Lit.FAZ kombinieren und zwar zu Lit.FAZetten oder den ersten zu Les.Art-Plauderecke oder auch nur Les.Art-Ecke erweitern. Forum ist natürlich das richtige Wort, aber das steht auf jeder Internetseite und zwar meist neben dem Chat Room (Quatschraum), in der F.A.Z. wird dagegen wohl doch eher geplaudert, hoffe ich. Wegen der besseren Verständlichkeit gegenüber den anderen Begriffen optiere ich für Buch-FAZetten.

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02.05.2008 | 14:15 Uhr

Hans-Martin Gauger: Vorsicht vor sprachlichem Fremdenhass

Das genau ist das Problem der deutschen Entsprechungen. Fast unmöglich, sich zu einigen. Auch deshalb bleibt man so oft doch lieber beim Englischen. Nur eine Position möchte ich radikal und rabiat zurückweisen: "Alles ist besser als ‚Reading Room’". Da kann man nur hoffen, dass dies gedankenlos so vor sich hin gesagt wurde. Bewusst gesagt ist es unmöglich. In jeder Hinsicht unerlaubt. Der pure sprachliche Nationalismus. Sprachlicher Fremdenhass. Deutschtümelei, wie wir sie nie mehr haben wollen - das unpassendste deutsche Wort besser als das passendste englische: genau dies heißt der Satz in letzter Konsequenz – ‚auf deutsch’.

Für meinen Teil habe ich gesagt, dass ich eher - eher - für eine deutsche Bezeichnung bin. Da kann man nun zwei Dinge machen. Man kann ganz unabhängig von "Reading Room" etwas suchen, was semantisch dem entspricht, was als ‚Gemeintes’ vorliegt. Die meisten Vorschläge gehen in diese Richtung. Oder man kann in der Tat "Reading Room" (graphisch ist die ja schon deutsch) übersetzen. Und dies - nicht einfach Ersetzung durch etwas Deutsches - wäre mein Vorschlag. Der deutsche Ausdruck sollte erkennen lassen, wo er herkommt. Er soll eine Verdeutschung sein.

Er muss klarmachen: da kommt etwas von außen an unsere Sprache heran, und dies, genau dies, nehmen wir mit dem Wort auf, das in ihr dem englischen am ehesten entspricht. Daher bin ich für "Lesesaal". Diese Übersetzung ist die normalste. Deshalb steht sie auch im Wörterbuch. In meinem steht "Lesezimmer" und "Lesesaal". Da entscheide ich mich für "Saal", weil "Zimmer" etwas Kleineres, auch etwas Privateres meint.

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04.05.2008 | 08:28 Uhr
Heinz-Dieter Dey schreibt: Keine Deutschtümelei

Ich konnte bei der Diskussion in diesem Forumsstrang keinerlei sprachlichen Nationalismus, sprachlichen Fremdenhass oder Deutschtümelei erkennen. H.-M. Gauger scheint die bisherigen Beiträge nicht sorgfältig gelesen zu haben.

Es bleibt festzustellen, dass der Ausdruck "Reading Room" im Sprachvolk mehrheitlich auf Ablehnung gestoßen ist. Niemand kann die Bemühungen der Sprecher beanstanden, die deutsche Sprache mit eigenen sprachlichen Mitteln weiterzuentwicklen. Fremdwörter müssen aus Verständigungsgründen die Ausnahme bleiben. Deutsch muss auch ohne Englischkenntnisse verstanden werden.


02.05.2008 | 18:10 Uhr
Gregor Keuschnig schreibt: Sprachlicher Nationalismus?

Soll man sich rechtfertigen für die allüberall sichtbare Usurpierung mit mehr oder weniger sinnlosen Anglizismen, die eine Modernität suggerieren sollen? Wenn meine 80jährige Schwiegermutter durch die Innenstadt geht und Schilder mit "SALE" oder "HAIRCUTTER" oder "COFFEESHOP" sieht, dann weiss sie nicht, worum es geht. Warum muss das ausgerechnet für ein Forum wie dieses auch gelten? Ist Ihre Argumentation so schwach, gleich mit "Nationalismus" zu kontern?

Ja, alles ist besser als "Reading-Room". Damit ist gemeint: Alle Vorschläge, die ich hier gelesen habe. Kein Franzose käme auf die Idee, eine solche Plattform mit einem Anglizismus aufzupeppen.


02.05.2008 | 16:56 Uhr
Gerd Bungartz schreibt: Ist es sprachl. Nationalismus in D. deutsch zu reden?

Ich denke Herr Gauger erwaehnt einen interessanten Punkt: Bei der Suche nach deutschen Entsprechungen wird es schwierig, sich auf einen Begriff, eventuell Wortneuschoepfung zu einigen. Das ist doch nur dann richtig, wenn der englische Begriff, der uebrigens auch nicht unbedingt treffender sein muss, bereits in die deutsche Sprache Einzug gefunden hat. Dann ist es natuerlich schwierig, eine Entsprechung zu finden und sich zu einigen - alles Deutsche klingt dann unbeholfen, deutschtuemlich und gezwungen. Warum muss das englische Wort denn erstmal Verwendung finden?

Da liegt das Probelm. Der Vorschlag "Lesesaal"' ist doch prima! Wenn dieses Wort sehr frueh bspw. von der F.A.Z. einfach benutzt worden waere, wuerde sich heute niemenad mehr darueber wundern.
Wer hat sich bspw. das Wort Hubschrauber ueberlegt - eigentlich ein sehr lustiges Wort, aber heute akzeptiert es einfach jeder und niemand denkt an Deutschtuemelei oder sprachl. Fremdenhass.
Davon kann hier m. Erachtens ohnehin keine Rede sein.


02.05.2008 | 16:18 Uhr
Matthias Hunold schreibt: Meinungspolizei

Es scheint, als bezögen sie sich mit Ihrer rabiaten und radikalen Zurückweisung auf den Vorschreiber Keuschnig. Ich halte Ihre Argumentation für unsauber. Zwar ist aus der Kurzformulierung nicht klar erkennbar, auf was sich "[a]lles" bezieht. Allerdings beendet ein Doppelpunkt syntaktisch nicht die Aussage, möglicherweise bezieht sich "alles" auf die drei Vorschläge nach dem Doppelpunkt im Sinne von 'alles das', ggf. nicht exklusiv.

In disem Fall vielleicht auf alle innerhalb dieser Diskussion gemachten Vorschläge. In Ihrer Interpretation auf die Menge aller anderen Möglichkeiten, inklusive (subjektiv!!!) unpassender. Diese Menge wird von Ihnen implizit auf 'alles andere deutschsprachige' reduziert, von dieser Annahme ausgehend schließen sie dann "in jeder Hinsicht unerlaubt" (die Meinung? auch hinsichtlich §5,1GG?). Außerdem identifizieren Sie Nationalismus, aber wo denn? Maximal sprachliche Radikalität, gegeben IHRE obere Annahme. Bitte sachlicher! Viva la liberta, anche in questo forum.


02.05.2008 | 15:21 Uhr
Anton Zwielicht schreibt: Goodbye Reading Room

Wenn die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Internet einen Raum zur Verfügung stellt, in dem über Bücher gesprochen wird, dann soll sie das passend benennen, am besten in der Sprache, in der ihre Artikel geschrieben werden.

Ist die F.A.Z. fremdenfeindlich, weil sie nicht auf Englisch, Türkisch, Chinesisch, Arabisch erscheint? Was Herr Gauger dann vorschlägt, schlage ich auch vor: Lesesaal.



02.05.2008 | 13:58 Uhr

Rudolf Hoberg: Diskussionsforum

Die meisten Neuvorschläge orientieren sich an englisch "read". Warum eigentlich? Es geht doch nicht ums Lesen, sondern ums Diskutieren. Warum nicht einfach "Diskussionsforum"? Dieses Kompositum besteht zwar aus zwei Fremdwörtern, aber das wird die Puristen nicht aufregen. Und Diskussionsforum lässt sich nach Belieben erweitern (F.A.Z.-, Deutsch-, Limbach- oder all diese Wörter - das Deutsche erlaubt ja viele Kompositionsmöglichkeiten). Auch Diskussionsraum wäre möglich.

Kommentare


02.05.2008 | 13:48 Uhr

Lorenz Thoelen: LES.ART

Mein Vorschlag: LES.ART. Die Silbentrennung des Wortes mit einem Punkt unterstreicht die Neuartigkeit und den Internetbezug des Forums. Zudem ist Lesart eine Form der Textkritik und beschreibt damit das Forum - die Auseinandersetzung mit Literatur. Zudem ist es kompakt, einprägsam und versprüht eine inhaltliche Leichtigkeit, wie das englische Wort " Reading Room".

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02.05.2008 | 21:54 Uhr
Chris Merner schreibt: fällt maximal durch Schreibweise auf

Les.ART., Koch.ART, KulTOUR
(k)einen Sinn darin sehen ...und Me(h)r.
Das sind alles Wörter, die maximal durch die Schreibweise auffallen, von denen mir in der Stadt schon die Augen schmerzen und der Hals ganz dick wird.





02.05.2008 | 16:24 Uhr
Matthias Hunold schreibt: Der Renner

Auch Denglophilen mag dieser Begriff in künstlerischer Lesart vernehmlich sein.


02.05.2008 | 14:05 Uhr
Werner Kastor schreibt: Leichtigkeit aus Freundlichkeit?

Bei Reading Room spüre ich zwar absolut keine Leichtigkeit, sondern den Staub der Jahre. Aber Les.Art hat schon was. Das ist der bisher wohl beste Vorschlag.



02.05.2008 | 13:19 Uhr

Hans Christian Maria Rauschen (Magistrand): Neuer Name

Nennen wir es "LesBar". Außerdem gefällt mir auch "LeseLand", aber das erinnert womöglich zu sehr an Ostdeutschland, wo doch die F.A.Z. fast international ist.

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02.05.2008 | 19:41 Uhr
Johanna Geisel schreibt: Wieso?

sollte "LeseLand" zu sehr an Ostdeutschland erinnern? Könnte doch auch an Westdeutschland, Alpenvorland oder Taka-Tuka-Land erinnern.
Seltsame Assoziation...



02.05.2008 | 13:11 Uhr

Volker Kulessa: Bücherforum

Warum nennen Sie das Bücherforum nicht ganz einfach "Bücherforum"?

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02.05.2008 | 13:04 Uhr

Frank Bitte: Lesesaal

Einfach "Lesesaal" oder ggf. "F.A.Z. Lesesaal". "Frankfurter Lesesaal" klingt mir zu lokal.

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02.05.2008 | 12:53 Uhr

Wolfgang Köhl: Buch F.A.Z.etten

Der "Reading Room" als Forum zur Besprechung von Vorabzügen von Büchern liefert immer neue Blickwinkel auf das hier Vorgestellte. Daher werden hier durch die Diskussion im Forum viele Facetten des vorgestellten Buches beleuchtet. Dieser Begriff der Facette hat mich zum lautmalerischen und wirklich nicht "korrekten" Vorschlag "Buch F.A.Z.etten" verleitet. Ich bin mir aber selber nicht ganz sicher ob ich dieses Wortspiel als gelungen bezeichnen möchte.

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03.05.2008 | 18:58 Uhr
Karin Herrenkind schreibt: wunderschönes Sprachspiel

Warum so zögerlich? Dieses Sprachspiel finde ich sehr gelungen, und auch die andere Les.Art Buch-FAZetten ... Es wäre mal etwas ganz Außergewöhnliches....





02.05.2008 | 14:09 Uhr
Werner Kastor schreibt: Auch eine Les.Art

Würde ich zwar anders schreiben, nämlich Buch-FAZetten, aber die Idee ist schon sehr gut.



02.05.2008 | 12:19 Uhr

jürgen klatt: Ein Name für das Bücherforum der F.A.Z

ganz einfach: "LIT.FAZ"

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03.05.2008 | 09:32 Uhr
Silke Paulsen schreibt: LIT.FAZ.SÄULE

Da kommt mir folgendes Wort in den Sinn: LIT.FAZ.SÄULE
Es hat für den ersten Blick sogar einen 'deutschen' Buchstaben (a-Umlaut) dabei.
Könnte aber im Schwäbischen missverstanden werden.





02.05.2008 | 11:55 Uhr

Andreas Neubert: Wie soll dieses Bücherforum künftig heißen?

"Bücherforum" vielleicht? "Forum" ist zwar auch sehr lateinisch, aber trifft die Sache unmißverständlich auf den Punkt.

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02.05.2008 | 11:37 Uhr

Heinz-Dieter Dey: Forum Plus

Beim Reading-Room handelt es sich um ein Forum und um sonst nichts. In allen Foren werden Themen und Meinungen für Diskussionen vorgegeben und besprochen. Bei der hohen Anzahl der Foren ist es natürlich schwierig, dem eigenen Forum das sprachliche Gewürz zu verleihen. Damit es sich aus dem Üblichen heraushebt. Das hier vorgestellte Wort "Literaturforum" erfüllt meines Erachtens diesen Anspruch. Ich werfe noch den "F.A.Z.-Club" oder den "Literaturclub" in die Waagschale.

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02.05.2008 | 12:25 Uhr
Gregor Keuschnig schreibt: Quasi vergeben

"Literaturclub" ist eine Fernsehsendung im Schweizer Fernsehen.



02.05.2008 | 11:29 Uhr

Karin Herrenkind (Buchhändlerin): Frage des Tages

Wie wäre es mit dem schönen Begriff "Literarischer Salon"?
Hat eine lange Tradition in Deutschland, ist zwar kein "deutscher" Begriff, aber träfe es meiner Meinung nach sehr gut.
Mir gefällt dieses Forum im übrigen sehr gut, es fordert zum Nachdenken und zum Widerspruch heraus.
Nette Grüße
Karin Herrenkind

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02.05.2008 | 11:23 Uhr

Christian Lehmann: F.A.Z. Literatur-Forum

Gesucht ist ein deutscher Name für ein "multimediales Diskussionsforum zum exklusiven Bücher-Vorabdruck der F.A.Z.", der dessen "Neuartigkeit ausdrückt, Strahlkraft und Offenheit" besitzt. Mein Vorschlag: F.A.Z. Literatur-Forum

Der Name ist mehr auf den Inhalt bezogen, denn auf "Neuartigkeit" und "Strahlkraft". Aber er ist seriös und verrät, um was es geht; der Name will nicht blenden. "Forum" ist nicht urdeutsch, ich weiß. Mir gefällt aber genau dieser Name nach langem Nachdenken am besten.
Den Vorschlag "Lesegesellschaft" halte ich für verfehlt. Ihm fehlt offenkundig die gesuchte "Offenheit". "Lesefrüchte-Forum" riecht nach Didaktik und schmeckt nach Gartenbau, auch wenn der Gedanke dahinter sicher gut ist.

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02.05.2008 | 10:33 Uhr

Fionn Huber (Uni Edinburg): "What's in a name?"

Lesesaal, Lesezimmer, Reading Room? Frankfurter Lesesaal? Lieraturtreff(punkt)?
Darf ich hier aus "Romeo and Juliet" (Shakespeare, 1595) zitieren?

"What's in a name?
That which we call a rose
By any other name would smell as sweet"

Trotzdem, wir befinden uns in Frankfurt und nicht in Oxford : also ich glaube, mit "Reading Room" ist die F.A.Z.-Redaktion zu weit gegangen.

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02.05.2008 | 14:04 Uhr
Jens Heyn schreibt: Lesesaal

Die F.A.Z. ist ja nicht auf Frankfurt beschränkt, sondern eine deutsche Zeitung, also nicht eingrenzen und einfach Lesesaal nennen!



02.05.2008 | 10:15 Uhr

Thomas Paulwitz: Frankfurter Allgemeine Lesegesellschaft

"Frankfurter Allgemeine Lesegesellschaft" lautet mein Vorschlag. Die Lesegesellschaften, die sich im 18. Jahrhundert in Deutschland und Europa bildeten, waren ein sichtbares Zeichen des Bildungshungers im Zeitalter der Aufklärung. Sie hatten das Ziel, Bildung für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.

Die Lesegesellschaften boten ihren Mitgliedern nicht nur gegen geringes Entgelt schöngeistige und aufklärerische Literatur, sondern waren auch Orte des geistigen Austauschs. Gespräche und Diskussionen in den Lesegesellschaften sorgten dafür, daß sich neue Ideen verbreiteten. An diese Tradition knüpft das Buchforum der F.A.Z. an, mit zeitgemäßen Mitteln. Mit gutem Grund könnte sich also die F.A.Z. nun auch bewußt in diese Tradition stellen und dies mit dem Namen "Frankfurter Allgemeine Lesegesellschaft" zum Ausdruck bringen.

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02.05.2008 | 10:04 Uhr

Jürgen Schiewe: Lesefrüchte-Forum

Ich habe eigentlich nichts gegen "Reading Room", weil dieser ‚Ausdruck‘ nur schwach motiviert ist und Raum für Assoziationen lässt, die sich, in Wechselwirkung mit dem sich ja weiterhin noch entwickelnden ‚Gegenstand‘, der bezeichnet wird, verfestigen könnten, woraus sich dann ein ‚Begriff‘ ergeben würde.

Das Problem einer jeden "Verdeutschung" ist es, dass sie stark motiviert ist, damit den ‚Gegenstand‘ festlegt und ihn, so zeigt jedenfalls die Geschichte verdeutschter Begriffe, meist nur teilweise trifft.
Aber wenn über eine wortförmige Alternative nachgedacht werden soll (und das ist durchaus legitim), dann schlage ich vor, diesen "moderierten internetbasierten Experten-Leser-Diskussionsaustauschplatz über aktuelle Buch-Neuerscheinungen" künftig Lesefrüchte-Forum zu nennen. "Forum" steht heute bereits auch für Diskussionsgruppen im Internet, und "Lesefrüchte" waren im 18. Jahrhundert die öffentlich bekannt gemachten Ergebnisse der Reflexion über aktuelle Publikationen. Zwar glaube ich nicht wirklich an die Durchsetzungsfähigkeit dieses Ausdrucks, doch man weiß in Sachen Sprachentwicklung ja nie…

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02.05.2008 | 15:29 Uhr
Dietrich Voslamber schreibt: Warum Verdeutschung?

Ich möchte von Herrn Schiewe gerne erklärt bekommen, warum es hier ein "Problem der Verdeutschung" gibt. Nach meinem Verständnis kann man nur etwas "verdeutschen", was ursprünglich nicht deutsch ist. Sieht Herr Schiewe etwa die Suche der F.A.Z. auf solche Wörter beschränkt, die ursprünglich nicht deutsch sondern englisch sind und erst einmal "verdeutscht" werden müssen?


02.05.2008 | 11:52 Uhr
Jürgen Schiewe schreibt: "Frankfurter Lesefrüchte-Forum (FLF)"

Ich präzisiere meinen Vorschlag: "Frankfurter Lesefrüchte-Forum (FLF)"


02.05.2008 | 10:16 Uhr
Gregor Keuschnig schreibt: Verborgene Simplizität

Ich habe seltener Probleme mit "Verdeutschungen" als mit Anglizismen. Die Festlegung ist bei englischsprachigen Ausdrücken übrigens ähnlich. "Reading Room" impliziert beispielsweise nicht unbedingt, dass man dort auch kommentieren kann.

Englischsprachige Ausdrücke werden häufig deswegen verwendet, weil sich ihre krude Simplizität nicht sofort erschliesst. Muttersprachler sehen das oft anders (bestes - jüngstes - Beispiel ist das Wort "Handy", welches es im englischsprachigen Raum gar nicht gibt).
"Lesefrüchte" finde ich gut.



02.05.2008 | 10:02 Uhr

Gregor Keuschnig: Vorschläge

Alles ist besser als "Reading-Room": Lesezimmer, Lesesaal, F.A.Z.-Lesesaal.
Das mögen "altmodische" Wörter sein und nicht so peppig wie "Reading Room", aber ich glaube, dieses Angebot hat es nicht nötig, effekthascherisch daher zu kommen.

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02.05.2008 | 10:01 Uhr

Gerhard Stähler: Aussprache

Man sollte dieses Gebilde einfach "Aussprache" nennen und zwar in des Wortes doppelsinniger Bedeutung. Gelesen wird hier nicht, aber heftig palavert.

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02.05.2008 | 09:58 Uhr

Axel Geertz: Literatur-Forum

Ggf. werden nicht nur Bücher Gegenstand des gegenwärtigen Reading Rooms sein. Es wird dort auch nicht nur gelesen; Bilder werden gezeigt und z. B. Martin Walser kann gehört werden. Ich wiederhole deshalb meinen Vorschlag: Literatur-Forum.
Axel Geertz, Weidenbach

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02.05.2008 | 09:49 Uhr

Hartmut Bock (Diplom-Physiker, jetzt Rentner): Frankfurter Allgemeine Literaturtreffpunkt

Eine ausgezeichnete Medieninitiative, z.B. Littell, Die Wohlgesinnten mit Lesungen, Diskussionen, Beiträgen von Experten und Laien. Brachte mir viel, während ich den Roman nun schon bis Seite 600 verschlungen habe, samt Marginalienband. Auch das von Jutta Limbach präsentierte Thema ist sehr geeignet. Danke für Beides.

Der "Frankfurter Allgemeine Reading Room" sollte "Frankfurter Allgemeine Literaturtreffpunkt" heissen. Alle anderen Kombinationen der Worte Literatur, Treffpunkt und F.A.Z. sind auch gute Möglichkeiten, etwa "Treffpunkt Literatur F.A.Z.", auch dann, wenn - ohne die Beifügung Frankfurter Allgemeine oder F.A.Z. - im Internet schon mehrfach vorhanden. Das gilt ja auch für Reading Room.
Viel Erfolg auch weiterhin. MfG. Hartmut Bock

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02.05.2008 | 09:27 Uhr

Dionys Haidekker: Vorschlag deutscher Begriff

Der "Reading Room" sollte "Frankfurter Lesesaal" heißen.
Assoziiert mit Bibliotheken, Ruhe, Besinnung, leiser Unterhaltung, keiner Aufgeregtheit, zivilisierten Umgangsformen.

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Herausgegeben von Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

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