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Forum:

Drei Wünsche für die deutsche Sprache

Mal angenommen, Sie hätten drei Wünsche frei, um die Lage der deutschen Sprache aufzubessern: Was würden Sie durchsetzen? Wäre es mit dem Verwünschen einzelner Wörter getan oder benötigen Sie flankierend eine Sprachpolizei? Und was halten Sie von den Wünschen der anderen Besucher?

Beiträge

26.05.2008 | 11:04 Uhr

Antoni Nadir Cherif: Begeisterung für die Sprache wecken!

1. Bücher von Bastian Sick als Pflichtlektüre an allen deutschen Schulen einführen.
2. Das Buch "Generation Doof" als Pflichtlektüre an allen deutschen Schulen einführen.
3. Bildungsfernsehen fördern und das gesendete Vakuum am Nachmittag, welches auch als das Harz IV- oder Unterschichten-TV bekannt ist, verbannen. Damit die Jugend nicht von "Vorbildern" aus Talkshow-Müll und "Dumm bleibt Dumm"-Sendungen die verkrüppelte Variante der Sprache lernt.


Natürlich sollte auch über das Thema "Intelligenz" vs. "Coolness" und Doofheit« aufgeklärt werden. Cool zu sein ist gleichbedeutend mit doof zu sein. Intelligenz wird als eine Anomalie in der Gesellschaft betrachtet. Solange sich dieses Ungleichgewicht nicht ändern, ist die deutsche Sprache und auch das Abendland vor einem rapiden Verfall und anschließendem Untergang nicht mehr sicher.

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23.05.2008 | 12:13 Uhr

Michael Maier (Gymnasiallehrer (Deutsch/Geschichte)): Singen wir!

Immer wieder erlebe ich im Klassenzimmer folgende Szene: Ein Kind hat Geburtstag, seine Klassenkameraden bitten mich: "Ach, dürfen wir ihr/ihm ein Geburtstagslied singen?" - "Ja, natürlich, bitte", antworte ich. Doch was muss ich dann hören? "Häppi Börstday tuu juuh..."
Liebe Eltern, bitte singen Sie mit Ihren Kindern.

Bringen Sie ihnen beizeiten bei, dass wir in unserer Sprache viele schöne Lieder haben. Wenn wir in unserer Sprache nicht singen, werden wir sie auch nicht als schön und schützenswert erleben. Und singen kann jeder, trauen Sie sich einfach mal. Es macht Spaß und fördert die Gemeinschaft.

Auch ich als Lehrer werde meinen Beitrag leisten. Wichtig ist aber zunächst das Elternhaus und die Jugendgruppe oder der Freundeskreis. Bei Familienfeiern, bei Ausflügen etc. Zum Fest gehört das Lied, das gemeinsam gesungene Lied, alte und neue Lieder. Drum, liebe Landsleute, auf und frisch gesungen. "Kein schöner Land in dieser Zeit" - können Sie schon die weiteren Strophen?

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22.05.2008 | 12:24 Uhr

Erich Heidkamp (Kaufmann): Gesundes Selbstverständnis

Eine gemeinsame Sprache als Referenz in Europa wäre von grossem Vorteil. Alleine schon weil bei 2 Referenzsprachen Interpretationen entstehen können. Idealistisch gesehen verdienen alle Sprachen der verschiedenen Länder den gleichen Respekt, man muss sich also einigen. Der gemeinsame Nenner ist heute in Europa wohl Englisch. Wenn man eine zweite Sprache, z.B. Französich, als Referenzsprache haben will, dann muss doch die Frage erlaubt sein, mit welcher Begründung?

Weil die so schön ist? Weil dahinter eine größere Kultur steht? Weil man die Dinge damit klarer bezeichnen kann? Das hält doch keiner durch. Dahinter steht eine nicht mehr erträgliche Arroganz der Franzosen nicht nur uns gegenüber sondern auch den kleineren Ländern.
1. eine Referenzsprache in Europa - Englisch
2. wie immer wir es auch erreichen: endlich wieder mehr Musik mit deutschsprachigen Interpreten - unsere Jugend versteht heute die eigenen Lieder nicht
3. unsere Schulen müss allgemein wieder erstklassig werden.

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26.08.2008 | 00:51 Uhr
Siegfried Floegel schreibt: Gesundes Selbstverständnis

Ich würde Deutsch vorschlagen. Die meisten Europäer haben Deutsch als Muttersprache. Deutsch wird in Deutschland von ca. 83 Mio. und in Österreich von ca.7 Mio. Europäern gesprochen. Englisch als Muttersprache wird nur von ca 60 Mio. Europäern gesprochen. Bei den deutschsprachigen Europäern sind Südtiroler, Luxemburger u. a. soweit Deutsch ihre Muttersprache ist, noch zu berücksichtigen. Selbst im Osten sprechen mehr Menschen Deutsch als z. B. Russisch oder Englisch.



22.05.2008 | 10:01 Uhr

Stephanie Reyntjes (Germanistin, Erziehungswissenschaftlerin): Aufklärung über Motive, Zwänge und Intrigen...

1. Keine Sprachpolizei!
2. In jeder Tagesschau eine kurze sprachkritische Einblendung über täglichen verbalen und ethischen Unsinn in politischem oder publizistischem oder wissenchaftlichem Gebaren; von Schriftstellern und/oder Sprachwissenschaftlern oder kundigen Theologen verfasst.

3. Ein Beispiel als Vorschlag:
Briten als biologische und sprachliche Kolonisatoren wollen erlauben, "Savior-Siblings" ("Rettungs-Zwillinge"; "Helfer-Geschwisterchen") zu produzieren.
Hintergrund:
Mütter schwerkranker Kinder dürfen per künstlicher Befruchtung einen eigenen (achtzelligen) Embryo auswählen, dessen Erbgut ihrem kranken Kind am ähnlichsten sein könnte (nach Biologen-Prophezeiungsirrtum).
Später soll das ansonsten ganz normale Kind seinem kranken Geschwisterchen Stammzellen spenden.
Das werden bald auch Züchtungsbiologen in Italien, Ungarn oder Russland anbieten.
- Kritische Intention der Meldung: Das ist geplante Deformation und möglicher Mord, an dem verdient und gesündigt wird.

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21.05.2008 | 13:39 Uhr

Michael Marx (RA): Sorgfältigere Artikulation

Es wäre sehr schön, wenn die Sprecher in Rundfunk und Fernsehen sich einer sorgfältigeren Artikulation befleißigten: eine "S-zene" e.g. gibt es heutzutage nicht mehr, nur noch eine "Ssene", auslautende Silben werden verschluckt oder zur Unkenntlichkeit abgeschliffen, Fremdwörter oft abenteuerlich entstellt.

Es ist garnichts dagegen einzuwenden, dass in manchen Beiträgen der regionale Dialekt verwendet wird, sei dieser nun hannöversch, baierisch, schwäbisch, sächsisch, hessisch (keine Rangfolge!), aber ansonsten sollte die Vorbildfunktion dieser Institutionen auch ernstgenommen werden bei Texten in der Schriftsprache.
In einem zweiten Schritte wären dann "die anderen" dort zu Wort Kommenden, insbesondere Politiker, aber auch leitende Persönlichkeiten, Professoren etc., zu klarerer, deutlicherer Artikulation anzuhalten.
Daß die o.a. Personengruppen sich vielleicht dann auch noch vorher überlegten, was sie wie ausdrücken wollen, wäre ein weiterer Wunsch.

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21.05.2008 | 10:08 Uhr

Lutz von Peter: Deutsch ist schick

1) Die deutschen Muttersprachler (CH, D, A, Be) werden sich der Wichtigkeit ihrer Muttersprache bewusst, schätzen sie und benutzen sie. Denn das Problem ist nicht, dass Deutsch im internationalen Vergleich unwichtig ist. Das Problem ist, dass wir uns daran nicht stören.

2) Vereinheitlichung der Rechtschreibung, betrieben durch eine "Deutsche Akademie". Jawohl, eine Wächterin der deutschen Kultur und Sprache, denn das fehlt (siehe das Rechtschreibdebakel, angetrieben durch den Streit zwischen zwei führenden Nachschlagewerken, ein echte Provinzposse!)
3) Ein Slogan wie "Parlez Français, c'est plus chic", der die Deutschen daran erinnert, ihre Sprache zu benutzen.

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21.05.2008 | 08:29 Uhr

Dirk Reitz (Dr. phil., Historiker): Mehr Sprachidentität!

1) Anglizismen meiden (wo immer möglich).
2) Rechtschreibreform konsequent zu Ende führen, z.B.: auf "ß" verzichten, gemässigte Kleinschreibung einführen.
3) Sprachkompetenz und Sprachbewusstsein auf allen Ebenen (Schule, Medien und bei der "politischen Klasse") stärken.

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21.05.2008 | 13:23 Uhr
Michael Marx schreibt: Reform?

Die Rechtschreibreform war niemals eine Reform, sondern lediglich eine Verschlechterung, sie war niemals auch nur ansatzweise konsequent. Sie war auch föllig überflüssig, denn sie verbessert nichts. Daß die vor der "Reform" gepflegte Schreibung manche Klippen aufwies, soll nicht verheimlicht werden, allein sie machte es dem das Deutsche Lernenden erheblich leichter, einen Text zu erfassen.

Daß die angeblich reformierte Schreibung nichts verbessert hat, sieht man auch daran, daß seither die orthographischen Fehler eheblich zugenommn haben (gleichviel, ob nach klassischer Art oder nach "reformierter" Art geschrieben wird).

Daß selbst eifrige Propagandisten der "Reform", wie der frühere bayerische Kultusminister Zehetmeier, die angeblichen Verbesserungen nicht einmal verstanden haben, sei nur am Rande bemerkt (wahrscheinlich ist er deshalb nun dazu berufen, als Vorsitzender des Rechtschreibrates den größten Unsinn der sogenannten Reform wieder zu beseitigen).



20.05.2008 | 22:21 Uhr

Burkhard Lembeck: Vereinfachung

1. Wegfall von gross- und kleinschreibung
2. Kein ß mehr
3. Umlaute aufloesen

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21.05.2008 | 18:25 Uhr
H. Gebhardt schreibt: Grosses SZ

ohne Beweis:
Gross und klein geschriebene Texte liest man schneller und erfasst sie auch schneller.

Es gibt hier in meinem Text kein sz, weil meine belgische Tastatur keines hat. Dennoch bin ich fuer die Erhaltung des SZ, auch im dass, weil es ein schöner Buchstabe ist und sich auch zum small talk mit Ausländern eignet und weil es kein grosses SZ gibt.

Vom sz kommt man über Preuszen und Preussen zu den Bayern, die in Luxemburg Preuszen sind.

Gruss zum Schluss


21.05.2008 | 17:14 Uhr
Ross Hitchenor schreibt: Auslaender

Als Englander wuerde ich zumindest die Gross- und Kleinschreibung wegfallen lassen. Damit wuerden Auslaender viel weniger schwierigkeiten haben, Deutsch zu lernen und dadurch wuerde Deutsch sich sowieso verbreiten.

Da man immer mehr Web-basierte Applikationen nutzten wird und immer mehr auf solche Internetseiten schreiben wird, wo man keine Moeglichkeit hat, Umlaute oder Doppel-S durch Tastenkombinationen zu druecken, waere das auch eine gute Idee. Immer in einem Menu das richtige Symbol auszuwaehlen, ist sehr laestig.

(Ich habe wirklich eine englische Tastatur und habe den Text oben nicht, um Herrn Nieder zu nerven geschrieben.)


20.05.2008 | 23:11 Uhr
Dietmar Nieder schreibt: Anbiederung

Groß- und Kleinschreibung vereinfacht das Lesen und ist daher nützlich, auch wenn es dem Schreiber mehr Arbeit macht. Auch im Dänischen bis ca. 1946 wurde so geschrieben und alte Texte werden bis heute so gedruckt. Es liest sich einfach besser.
Das ß hat eine unglückliche Geschichte, aber ohne dieses müssten wir uns bequemen, Doppelvokale wie im Niederländischen einzuführen.

Umlaute oder sonstige diakritische Zeichen haben fast alle europäischen Sprachen, sie aufzulösen ist einfach widersinnig. Alte skandinavische Texte verwenden aa statt å, einfach grässlich. Rechner können inzwischen alle diese Zeichen verarbeiten, die Reduzierung auf den lateinischen und englischen Zeichensatz ist unnötig.



20.05.2008 | 21:54 Uhr

Heinz-Dieter Dey: Nur eine "Hall of Fame"

1. Deutsche Ausdrücke werden nicht mehr mit dem Etikett "nationalistisch" versehen und durch englische ersetzt. Deutschen Sportlern wird Ruhm und Ehre für Sieg und Erfolg im Wettkampf z. B. nicht zugestanden. Sie haben nur eine "Hall of Fame" bekommen.

2. Überflüssige Anglizismen sollten aus Überzeugung vermieden werden, weil die deutsche Sprache auf allen Gebieten genauso leistungsfähig ist wie andere Sprachen auch.

3. Die Sprachwissenschaftler sollten bei öffentlichen Auftritten zwischen Wissenschaft auf der einen Seite und der sprachlichen Lebenswelt der Bürger auf der anderen Seite deutlich unterscheiden, d. h. Beachtung der strategischen Auswirkungen im in- und Ausland.

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20.05.2008 | 21:00 Uhr

Engelbert Flügel (Kfm + Rentner): Aussprache

Ich wäre schon glücklich wenn mir ein einziger Wunsch erfüllt würde: Dass die gräusliche Aussprache-Verschlampung des Wortes "ist" in Form von "iss" oder "is" aufhören
würde.

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20.05.2008 | 20:36 Uhr

Hans Günter Saul (Prof., Pfr.): ein Wunsch für die deutsche Sprache

endlich, endlich wieder die alte Rechtschreibung! Was Sie praktizieren, ist doch gegen alle Vernunft!

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22.05.2008 | 09:52 Uhr
Stephanie Reyntjes schreibt: Grammatikalität?

Wer hinter der "neuen" Rechtchreibung grammatikalischen Unsinn vermutet, weiß nicht, wie alte und/oder die älteste Rechtschreibung zustande gekommen. Es war immer ein Entscheidungsprozess, kein Himmelstreiben; auch die Latiner können nicht unsere deutschen Sprache(n) (in Sturktur oder Lautung) dominieren oder reglementieren. ... irgendwie sind sie tot; und solche Sprachherrscher wie in den zuvor getroffenen Behauptungen sind auch arg zeitbedingt. Aetate gratias!

Wenn wir schreiben würden, wie die Professoren Grimm in ihrem "Deutchen Wörterbuch" in den Grundlagen es vorgezeichnet haben, bitte, schön. - Aber das kennt ja keiner; und überfordert den Normalschreiber.
Und als GEBOT würde es unsere Sprache grauslich deformieren, da es keine ästhetische-stilistische und gedankliche Entwicklung zulassen würde.
(Aber das soll ja gerade mit den Alt-Forderungen implizit erreicht werden.)
- Jeder kann ad fines corporis eius weiterschreiben, wie es sich "alt" gezwungen fühlt.


21.05.2008 | 23:46 Uhr
Bertram von Steuben schreibt: ja, ja, ja

So gute Ideen beherbergte die Reform - aber heraus kam ein unlogisches Ungetüm.
Leider gespickt mit einigen wenigen sehr guten Umsetzungen (s/ß-Regel).
Aber die Verstümmelung der Sprache (Schrift) durch unglaubliche Dummheit erkennt man an meiner Lieblingsfloskel:
"Der viel versprechende Nachwuchs-Politiker..."
Ganz großer Lacher!

Um einer Diskussion etwas Zynismus beizumengen, behaupte ich gerne: die Reform ging nicht weit genug! Die deutsche Schrift benötigt kein "V"! Wir haben in Deutschland nämlich keinen Laut, um das V auszusprechen (wie etwa die Spanier). Die deutsche Sprache benötigt nur ein "F" oder ein "W". Damit macht man seinen Gesprächspartner nachdenklich - besonders, wenn man seine Ernsthaftigkeit unterstreicht!


20.05.2008 | 23:20 Uhr
Dietmar Nieder schreibt: genau

Die "neue" Rechtschreibung entbehrt vielfach der grammatikalischen Grundlage, indem Temporaladverbien zu Substantiven aufgewertet werden und Adjektiven mit Gewalt ein substantivischer Teil herausgezogen wird, dessen Funktion im Satz mangels Artikel (den man beistellen könnte) nicht definiert ist.

Kürzlich las ich über Steinzeitmenschen: "weit gehend sesshaft". Ja, gehen sie jetzt weit oder sind sie seßhaft? Weit gehend und weitgehend sind zweierlei.
Rechtschreibreform als Machwerk von Stümpern und Unkundigen. Von Inkompetenz lasse ich mir nichts vorschreiben. Herrn Sauls Wunsch unterstütze ich aus vollem Herzen - und mit Verstand!



20.05.2008 | 01:01 Uhr

Gerhard Dünnhaupt: Die Sprache ist ein Naturprodukt

Man sollte die Sprache nicht eindämmen, sondern sich natürlich entfalten lassen. Import von Fremdwörtern gehört dazu. Brauchbare Fremdwörter wie Nase, Träne, Marsch, Mode, Oper, Konto und Sport bürgern sich ein und werden überhaupt nicht mehr als Fremdwörter empfunden. Unbrauchbare Modewörter wie Trottoir, Ambiente und Datscha haben ein kurzes Leben und werden bald von selbst wieder ausgeschieden.

Genau so ist es in anderen Sprachen, die von uns nützliche Wörter borgen, so die englische Sprache Wörter wie Angst, oder die französische den Boulevard (aus dem deutschen Bollwerk) und das Mannequin (von Männeken). Was nützlich ist, bleibt. Unnützes wird auf natürliche Weise ausgeschieden.

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26.05.2008 | 13:00 Uhr
Antoni Nadir Cherif schreibt: Ambiente

Wie bitte? Ambiente - ausscheiden? Jeder Architekt und Gastronom wird an dieser Stelle sehr laut aufschreien. Ich zähle mich zu dieser Gruppe.


20.05.2008 | 19:10 Uhr
H. Gebhardt schreibt: Wie bitte?

Wie bitte? Trottoir und Datsche ausscheiden?



19.05.2008 | 21:59 Uhr

H. Neuer: Drei sind nicht genug

Die auf dem Bild dargestellte Formulierung "nicht wirklich" sollte auf jeden Fall in die Tonne wandern. Danach käme der fürchterlich um sich greifende Begriff "gefühlt" dran: "Das Spiel dauerte gefühlte 180 Minuten". Dann sollten die Deutschen mal richtig Englisch lernen, dann müssten sie sich mit ihrem schlechten Schul-Englisch nicht so in die Brust werfen. Es macht mich oft fassunglos, zu welcher Mutprobe meine Landsleute fähig sind.

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20.05.2008 | 23:26 Uhr
Dietmar Nieder schreibt: richtig beobachtet

Der Anglizismenwahn ist auch ein Produkt der mangelnden Englischkenntnisse. In Schweden kann man viel besser Englisch und findet deshalb viel öfter eigene Begriffe. Noch besser ist es in Südafrika. Kein Afrikaner kann nicht Englisch können, aber in der eigenen Sprache, dem Afrikaans, werden zahlreich eigene Begriffe gebildet, um sich abzuheben, um eigenes Bewusstsein zu fördern.


20.05.2008 | 00:45 Uhr
Gerhard Dünnhaupt schreibt: Hier ist nur EIN Wunsch

Es wäre zu wünschen, dass dieses "Forum" mit gutem Beispiel vorangeht und nicht mehr das Fremdwort "optional" benutzt.



19.05.2008 | 17:03 Uhr

Thomas Paulwitz: Verständliche, bürgernahe Sprache

1. Immer mehr Unternehmen folgen dem Beispiel der Porsche AG und setzen auf die Stärken der deutschen Sprache in Produktentwicklung, innerbetrieblicher Verständigung und Kundenansprache.
2. Das Spielen englischsprachiger Musik im Radio wird auf ein gesundes Maß zurückgefahren, so daß sie wieder als kulturelle Bereicherung wahrgenommen werden kann.

3. Die Kultusminister nehmen die Rechtschreibreform zurück und gestehen ihren Fehler ein. Gleichzeitig verpflichten sich alle Politiker zu einer verständlichen, bürgernahen Sprache.

Allgemein wünsche ich mir mehr Mut zur deutschen Sprache.

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