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Forum:

Verkümmert Deutsch zur Freizeitsprache?

Die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft sprechen Englisch, die Außenpolitik und Diplomatie nicht einmal in Brüssel Deutsch, auf deutschen Schulhöfen herrscht Sprachenvielfalt – ist unsere Sprache ein prominentes Globalisierungsopfer? Verkümmert Deutsch zur Freizeitsprache?

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Beiträge

11.05.2008 | 16:02 Uhr

okay altinisik (philosoph): experimental

da latein ebenfalls zu einer fachsprache geschrumpft ist, gibt es zum thema bereits ein vorbild. es ist nicht nur negativ, wenn traditionelle und begrenzte nationalsprachen einer bereits anthropologischen sprache wie dem heutigen englisch als kosmopolit stativ, ausweichen; im gegenteil sogar sehr vorteilhaft. vielleicht wird es sogar evolutionär.

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28.04.2008 | 23:16 Uhr

Dietrich Wollheim (Jurist): Die Sprache lernt man aus dem Elternhaus und Umgang.

Ich halte nichts davon, hier in Panik zu machen! Seien wir doch froh, dass Deutsch keine Weltsprache ist. Man unterhalte sich doch nur einmal mit den wenigen übrig gebliebenen Exemplaren einer aussterbenden Gattung: den Englischsprechenden. Für sie ist es ein Graus, was aus der schönen, bedeutenden Sprache, der Sprache die mit Abstand die meisten Wörter aller Sprachen der Welt hat! 1,5 Mio sind es.

Auf der anderen Seite: was hat z. B. Bayrisch mit Deutsch zu tun? Nur - der Unterschied: jedes Kind lernt in Deutschland (idealiter) Deutsch in der Schule. In England, den Vereinigten Staaten, Australien usw. wird aber nur der örtliche Dialekt gelehrt. Wir sollten von diesen Ländern verlangen, dass auch sie eine Weltsprache zu sprechen gefälligst lernen: nämlich Englisch!

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28.04.2008 | 16:09 Uhr

Christian Timmermann: Deutsch ist in Europa wichtig

In Europa dominiert Deutsch, und in Deutsch sind auch fundamentalste techn.-naturwiss. und geisteswiss. Erkenntnisse erschienen. Romanische Sprachen haben sich als Folge von 9 n. Chr. nur bis Gallien verbreitet, aber nicht weiter nach Norden, Osten oder Westen. Dabei bleibt festzustellen, daß Deutsch und Französisch (Nachfolgelatein) äußerst präzise, hochgeeignete Wissenschaftssprachen sind, in denen sich schwierigste Sachverhalte aufgrund der komplexen Grammatik und wegen des großen Wortschatzes messerscharf formulieren lassen.

Nach WW2 dominiert dennoch Englisch. Deutsch ist in Europa wichtig, weil es von 100-120 Millionen Menschen mit zugleich sehr großer Wirtschaftskraft gesprochen wird. Das weiß jeder Kleinhändler, der bis ins fernste Sibirien deutsche Autoteile verkauft. Englisch ist überall üblich, oft auf schlechtestem Niveau.

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25.04.2008 | 20:06 Uhr

Gerd Bungartz: Es sind also primaer die unnoetigen Anglizismen!?

Waehrend ich in der FAZ beobachtete, dass deutsche Worte benutzt wurden, wo englische bereits gelaeufig geworden sind, z.B.: 'Bereitschaftsschaltung' fuer 'standby', ist dieses Bestreben leider sehr begrenzt! Warum haben wir uns so sehr gewoehnt an: FAZ.Net, FAZ.job NET, e-paper, FAZ-Edition (oh, is ja auch deutsch;-), FAZ.NET.Cartoon, Sitemap, Private Policy, Buchshop,.... (alles Begriffe der FAZ)!??

Andere Medien sind noch schlimmer. Warum finden die Deutschen das so toll, oder hat sich das vielleicht geaendert?? Ich glaube, es wuerde sich zu diesem Anlass ein Experiment anbieten mit ein wenig Phantasie mehr deutsch zu wagen!
Nach den Leserkommentaren zu urteilen ein sehr vielversprechendes Experiment! Das waere ja geradezu eine Marktluecke und koennte zum Moderichtungsweiser werden!!
Wenn wir selbst Deutsch wieder moegen und reden, wollen Auslaender das vielleicht auch!?

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25.04.2008 | 18:53 Uhr

Stephanie Reyntjes: "Sofortglück" (... konstruiert)

So glaubte ein FTD.de-Schreiber und ein taz-Wortist den Goethe im gesuchten Glück toppen zu können: "Sofortglück"...

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24.04.2008 | 16:27 Uhr

Erhard Hänel (Schulleiter): Sprache bedeutet immer auch Literatur

Die Diskussion beweist, dass wir in den letzten Jahren erheblich gefrevelt haben, in der Weise, dass vielleicht sogar gutgemeinte "Reformen" vielen den Umgang mit der Muttersprache erschweren. Ältere Menschen verstehen nicht mehr, wie Kinder heute schreiben und wofür ihnen oft das Prädikat "kreativ" zuerkannt wird, sollte es doch häufig nur heißen: "reformbedürftig".

Andererseits lieben viele junge Menschen ihre Sprache und wollen sie vor übermäßigem und zuweilen unangebrachtem Gebrauch von simplifiziertem Englisch schützen.
Der vordergründige Gebrauch von Englisch als "Modeerscheinung" reduziert diese schöne Sprache auf ein instrumentelles Restdasein ohne Literatur, ohne historischen Kontext.
Vielleicht könnte man der Misere Herr werden, indem man echte bilinguale Sachunterrichtsformen stärkt und Voraussetzungen schafft, dass junge Menschen "gelebte echte Mehrsprachigkeit" im echten europäischen Sinne praktizieren können, auch wenn das keine Sofortrendite bringt.

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24.04.2008 | 18:23 Uhr
Rolf Sievers schreibt: McDonaldisierung der deutschen Sprache

Während meiner Jugend in der Britischen Besatzungszone war lediglich an der Hamburger Straßenbahn die Aufschrift "no overtaking left" und am Puff "out of bounds" zu lesen. Das war alles an Anglizismen. 63 Jahre nach Kriegsende versuchen sich Politik, Medien, Werbung und Wirtschaft in übelster sprachlicher Unterwürfigkeit wie die Londoner Times einst feststellte, den einstigen Beasatzern anzubiedern.

So bezeichnet Herr Mehdorn den Sitz der Deutschen Bahn in der Deutschen Hauptstadt als Headquarters und die Deutsche Post faselt im Bonner Post-Tower(!) vom World Net, von Logistics und Finance. Albert Schweitzer hatte recht, als er formulierte: "Die USA-massenverblödung, die in Deutschland immer mehr um sich greift, ist eine der schlimmsten Kriegsfolgen!"



24.04.2008 | 13:45 Uhr

Andreas Stötzner: Deutschfeindlichkeit

Das eigentliche Problem liegt darin, daß hier eine überhebliche und deutschfeindliche Journaille antideutsche Propaganda treibt, denn »verkümmert Deutsch?«, »ist Deutsch noch zu retten?« ist genau das: es soll totgeschrieben werden, was lebt. Es ist unsägliches Gewäsch einer ungebildeten und gewissenlosen Schreiberkaste, die unbeirrbar am Eigentlichen und Richtigen vorbeischreibt.

Und »Reading room« ist schlicht eine Herabwürdigung des Lesers, aber soetwas ist ja angesagt, siehe Neue Schlechtschreibung etc. Dem deutschen Volk soll das Deutschsein aberzogen werden, weil wir ja alle verkappte Nazis sind.
Apropos Wissenschaft: Deutsch ist oft viel geeigneter, komplexe Dinge zu beschreiben, da es die Wörter beugen und koppeln kann – was es im Englische beides fast nicht (mehr) gibt. Es können mehr nichtdeutsche Wissenschaftler Deutsch, als man annimmt.

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29.04.2008 | 17:01 Uhr
Fritz Ritzinger schreibt: Herr Stötzner, ich sehe das

mit der deutschfeindlichen Journaille genauso.
Auch die übrigen Medien versuchen alles um das Deutsche zu vermeiden. Hören Sie sich nur die musikalischen Beiträge im Rundfunk zwischen den Textbeiträgen an.

Nur angloamerikanische "songs" begleiten fast den ganzen Tag den Programmablauf und das im Deutschlandfunk und anderen öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten von privaten ganz zu schweigen.
Wer unseren Kindern und Jugendlichen (an die sind diese vermeintlich fortschrittlichen, modernen Weisen in erster Linie gerichtet) ständig solche Kost vorsetzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese unter Dauerbeschuss stehende Klientel deutschsprachliche Lieder, Schlager etc. "uncool" findet. Mit dem Fast Food alla McDunner verhält sich das genauso.


24.04.2008 | 15:15 Uhr
Heinz Dieter Chiba schreibt: alle versteckte Nazis...

Sie haben vollkommend Recht, unsere eigene Presse sieht uns als versteckte Nazis, sobald wir nur irgend etwas äußern, dass Deutschland lobt oder verteidigt. So war es schon immer, seitdem ich mich erinnere. Als vertriebener SD (mit 2 Jahren aus Böhmen) bin ich das leider gewöhnt: 144 Benesch Dekrete, die die EU akzeptiert hat, als Europa der CR die Tür aufmachte, bezeichnen mich als 2jährigen (heute noch, ganz legal) Hitler-Fanatiker und tschechischen Nation-Verräter.

Ds PolitikerInnen, besonders von der SPD und den Grünen, schauen amüsiert zu, wie tüchtig Tschechen es mit "ihren" SD heute treiben. Kein Wunder dass mancher dieses eingebrochene Land, diese verschuldete Sprache, diese verlogene Geschichte verlassen will.



24.04.2008 | 13:32 Uhr

Peter Ambros: Ständige Verwechslung

Es ist bemerkenswert, wie viele Beiträge sich mit dem Argument, es müsse eben eine globalisierte Verständigung geben, die nun derzeit Englisch bedeute, zufriedengeben. Übersehen wird - bewußt oder unbewußt - dass das Problem nicht in der Beherrschung einer Fremdsprache (hier Englisch) liegt, um sich international auszutauschen, sondern in der Verschandelung unserer Kultur- und Muttersprache durch ein sich verselbständigendes Kauderwelsch.

Nicht nur, dass neue Begriffe im Deutschen kaum noch gebildet werden, man übernimmt einfach englische Ausdrücke, nein, es werden sogar für zwar neue, aber durchaus nicht aus den Vereinigten Staaten oder England kommende Dinge englischklingende Begriffe erfunden. Siehe als Beispiel "Talkmaster", "Oldtimer" usw.

Wer sich nicht vehement gegen diese Kulturschande wendet, hat die Gefahr nicht verstanden. Abwiegeln mag verbreitet sein, dieses Verhalten ist jedoch nicht durchdacht.

Also: Fremdprachen ja, Kauderwelsch nein!

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24.04.2008 | 16:30 Uhr
Erhard Hänel schreibt: Auf den Punkt gebracht

Sehr gut, endlich spricht jemand aus, was viele Journalisten der oberflächlichen Art nicht sehen (wollen?).



24.04.2008 | 13:21 Uhr

Friedrich Eversberg: Neue Freiheit?

Ist die neue Vielfalt der Varianten nach der Rechtschreibreform ein Thema, oder ist das zu marginal, um noch diskutiert zu werden? Frau Limbach jedenfalls scheint da kein wirkliches Problem zu sehen. Fakt ist aber: wer fleißig deutsche Texte liest, wird mit viel größerer Variantenfülle und mit mehr und ganz neuen Fehlern konfrontiert als vor 1996.

Auch wer pragmatisch nur noch Texte liest, die am -ss schnell als Neu zu erkennen sind, entkommt dem nicht - der Duden-Korrektor bietet gleich fünf Geschmacksrichtungen (!) reformierten Schreibens. Ist das Freiheit oder Chaos, nützt es, hilft es, stört es beim Lesen und Lernen oder ist es eher unwichtig? Der "Rat für Rechtschreibung" wird's ja vielleicht noch richten...

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24.04.2008 | 15:15 Uhr
Ignaz Berblinger schreibt: Die Folgen werden sichtbar

Absolut. Die heutige Sprach- und Ausdrucksschwäche der meisten Schüler und Studenten ist eine Folge der Verunsicherungen, die die Rechtschreibreform hervorgebracht hat. Ich will nicht klagen, aber die Folgen sind sichtbar: Zeichensetzung und damit Sprachrhythmus sowie Satz- und Textstruktur gibt es kaum noch. Diese Reform war die größte Versündigung unserer Zeit an der Sprache. Verbrochen von Kultus-Politikern und -beamten, denen es selbst an Sprachgefühl mangelt.



24.04.2008 | 12:42 Uhr

Robert Schrey: Der Klang

<<Die zugewanderten Menschen sprechen nicht nur in vielen Zungen, sondern unterscheiden sich von den einheimischen auch in ihren Sitten, in ihrer Kleidung und Speise.>>
Im ersten Halbsatz kommt zweimal die Silbe "zu". Das Z ist doch sehr schwer auszusprechen. Dann im zweiten Halbsatz "s" "sch", "s" "ch" "sch" "s" "kl" "Sp". Viel zu anstrengend !

Laut Google heißt der Satz auf Englisch so: The immigrant people not only speak in many tongues, but differ from the natives in custom, in their clothing and food. Das fließt ganz weich, ohne irgendwelche Zungenbrecher.

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24.04.2008 | 14:01 Uhr
Alexander Schmidt schreibt: Humor ?

... da spricht mir einer aus der Seele - Danke Herr Kastor - besser hätte ich es auch nicht formulieren können.


24.04.2008 | 13:41 Uhr
Werner Kastor schreibt: Humor?

Entweder hat Herr Schrey einen guten Sinn für Ironie oder ihm fehlen mehrere Tassen im Schrank. Die Zungenprobleme können ja wohl nicht ernst gemeint sein, und der Fimmel, alles in Englisch zu sagen, was man nicht richtig auf Deutsch formulieren kann, führt nur dazu, dass schlechtes Deutsch und schlechtes Englisch gesprochen wird, Sein englischer Google-Satz ist ein schönes Beispiel dafür. Der käme einem Engländer nie über die Lippen. Aber ich nehme einfach mal an Herr Schrey hat Humor demonstriert.



24.04.2008 | 12:41 Uhr

Julia Schmidt: "Reading Room"??

Warum heißt die Kolumne "Reading Room"?? Gint´s da keinen deutschen Begriff für??

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27.04.2008 | 21:21 Uhr
Werner Kastor schreibt: Lesezimmer klingt muffig, auch auf Englisch

Die Frage des Enkels (Herr Bomba) ist verständlich, aber Reading Room ist grammatikalisch korrekt, genau wie Dining Room. Störend an dem Begriff ist ja nicht nur, dass er englisch ist, sondern steif und langweilig. Jede deutsche Übersetzung zeigt das ja. Mit anderen Worten, hier ist wieder mal bei mangelnder Kreativität der häufige Ausweg gewählt worden, es einfach auf Englisch zu sagen. "Lese-Ecke", "Buchkritik", "Bücher-Ecke" sind keine kreativen, aber bessere Alternaiven, und es gibt gewiss sehr viel bessere.


24.04.2008 | 15:44 Uhr
Gerhard Bomba schreibt: Lesender Raum

Vielleicht glaubt der kreative Kopf hinter dem "Reading Room" dass nur derjenige die deutsch geschriebene F.A.Z. lesen sollte, der stolz auf seine rudimentären Englischkenntnisse ist. Vielleicht ist dieses Kalkül garnicht so falsch, wenn man den allgemein sinkenden Bildungsstand der Bevölkerung einkalkuliert. Unsere Kultusminister geben sich ja schon alle Mühe. Übrigens fragte mein kleiner Enkel (14) mit gymnasialem Englischunterricht: "Gibt es das, einen lesenden Raum?"


24.04.2008 | 13:45 Uhr
Peter Ambros schreibt: Intellektuelle und das einfache Volk

Zumal der Erfinder des Reading Room einen (deutschen) Sprachpreis in nicht unerheblicher Höhe erhalten hat! Intellektuelle allerdings scheren sich nicht um das einfache Volk, sie sind im Besitze der höheren Weisheit und vor allem Überheblichkeit.




24.04.2008 | 13:27 Uhr
Wolfgang Schäfer schreibt: Empörend

Die Frage von Frau Schmidt trifft den Kern des Problems: Journalisten bedienen sich eines deutsch-englischen Sprachgulaschs, um modern zu wirken. Dass dabei selbst die FAZ mitmacht, finde ich empörend.



24.04.2008 | 12:11 Uhr

Sonja Garcia Burgos: Neue Verpackung für alte Hüte

Unverkennbar sind weit verbreitete Anglizismen. Anglizismen demonstrieren in der breiten Masse oftmals einen verkümmerten Wortschatz und die unreflektierte Übernahme von Begriffen und Wort-Neuschöpfungen aus den Medien, die hier eine beispiellose Vorbildfunktion haben.

Sie werden zur Verschleierung von negativ besetzten Begriffen ebenso gerne verwendet wie alte Hüte in einer "neuen" Verpackung zu präsentieren. Siehe das Amt für Bodenmanagement oder früher Landratsamt. Offensichtlich wird auch eine Hochschule nun viel effizienter mit tollen neuen Namen wie University of.... applied sciences . Wann kommmen wir endlich mal von dem mehr Schein als Sein weg???

Dieser "reading room" passt in der Tat wie die Faust aufs Auge. Was wollte uns der Namens-Erfinder damit sagen und was meinte er damit zu verstecken?

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24.04.2008 | 09:14 Uhr

Axel Geertz: Nur einige Deutsche verkümmern!

Die Deutsche Sprache ist kein Opfer der Globalisierung; sie existiert in bestem Zustand. Man lese nur die aktuelle Literatur. Deutsch verkümmert auch nicht zur Freizeitsprache; nur einige Deutsche verkümmern zu Sprachmonstern, denen häufig nicht mehr bewusst ist, zu welcher Sprache ihr Vokabular gehört, mit denen sie versuchen sich zu verständigen.

Nicht immer um gehört zu werden, sondern um mit dem Vokabular Eindruck erzeugen zu wollen. Sie machen sich tatsächlich nur lächerlich. Vielsprachigkeit gehört zur Globalisierung! Aber die verschiedenen Sprachen – die man sprechen können sollte – sind getrennt zu halten und dort zu sprechen, wo diese benötigt werden.

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24.04.2008 | 08:39 Uhr

Alexander Schmidt: "reading room"

Da passt es ja wie die Faust auf´s Auge, dass Sie den Artikel im "reading room" platzieren.

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25.04.2008 | 18:59 Uhr
Stephanie Reyntjes schreibt: Ja, wahr & wahrlich - nachzulesen!

"Lesestudio" wäre schön bei Martin Walser angemessener gewesen.
Bei 'Littel' war mir's egal: als lecture überflüssig.


24.04.2008 | 13:46 Uhr
Werner Kastor schreibt: Sorgfältiges Lesen

Herr Hofmann, lesen Sie doch bitte Ihren Beitrag noch einmal sorgfältig durch.


24.04.2008 | 13:17 Uhr
Thomas Hofmann schreibt: Kalkuliertes Risiko

Kaum vorstellbar, daß man in der F.A.Z.-Redaktion bei diesem Thema nicht schon gespannt auf die Kommentare zum Namen "reading room" gewartet hat. Ist ja auch zu offensichtlich, dieser Kontrast...

Natürlich leidet nicht gleich die Glaubwürdigkeit der gesamten F.A.Z. unter dem etwas zu sehr "gestreamlineten" Rubriknamen, zumal die .net-Ausgabe wie ich finde sowieso ein wenig lockerer daherkommt als die "print"-Version. Dennoch: war das (englische Wort) nötig? Ich hoffe auf eine Stellungnahme der .net-Macher gerade anlässlich der jetzt begonnenen Forumsdiskusion!



24.04.2008 | 07:31 Uhr

Hayri Ergun: Manifestation..

Die deutsche Sprache habe ich im Frühjahr 1965 beim Herrn Dr. Griesbach, und seiner Gattin Fr. Griesbach in Bad Reichenhall gelernt. Es sind ca. 43 Jahre schon her und ich spreche immer noch deutsch und die deutsche Sprache hat überall Gültigkeit. Kürzlich war ich auf einer 17taegigen Reise durch das ganze China. Meine Assistentin war eine in Darmstadt studierte Dipl.-Betriebswirtschaftlerin. Wir haben überall chinesisch gesprochen; unsere Geheimsprache war jedoch deutsch.

Ich bin der Meinung, dass die deutsche Sprache eine der wesentlichen Kultursprachen der Welt ist. Deshalb lege ich Wert darauf, dass meine Tochter als Volljuristin als dritte Sprache, neben der Muttersprache und der Englischen Sprache, unbedingt die deutsche Sprache lernen sollte.

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