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Frage des Tages:

Was bewegt Sie nach den ersten Buchseiten? Stellen Sie die Leserfrage

In unserem Fortsetzungsroman "Die Wohlgesinnten" hat nach Max Aues Vorrede der Krieg in der Ukraine begonnen. Was bewegt Sie nach Lektüre der ersten Seiten und der noch frischen Bekanntschaft mit Max Aue? Schicken Sie uns Ihre Fragen über die Funktion "Beitrag schreiben" (unten) oder "Kontakt". Eine Auswahl werden wir im Leser- und Expertenforum des Reading Room zur Diskussion stellen.

Hier bereits einige Kommentare zur Frage "Was bewegt Sie nach den ersten Seiten?".

Beiträge

20.02.2008 | 20:22 Uhr

Dietmar Sperber: Wie steht es um die literarische Qualität

Die Bedeutung eines Romans, mag er nun die Schlachten Napoleons oder die Liegekuren in einem Bergsanatorium beschreiben, hängt immer auch von seiner literarischen Qualität ab.

Nachdem nun viele wichtige Fragen zum Inhalt, zur historischen Genauig-keit, zur Wirkung auf den Leser usw. gestellt wurden, scheint mir die Frage nicht nur erlaubt, sondern auch angebracht: Wie steht es um die literarische Qualität des Romans von Littell?

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18.02.2008 | 18:18 Uhr

Horst Gothus: Warum schreibt Littell dieses Buch?

Bereits vor der ersten Seite an hatte ich mich gefragt, warum ein 40jähriger Jude aus den USA sich in die Seele eines SS-Mörders hinein versetzt. Schon das Vorwort gab mir die Antwort: Jeder (nicht nur ein Deutscher, wie Goldhagen meinte) kann in diese Rolle kommen.

Leser, sei froh, wenn sich dir dazu keine Gelegenheit bietet. Und sorge dafür, dass es keine Kriege gibt, denn nur sie gebären einen Holocaust. Und beteilige dich nicht selbst daran.
Als mein Stiefgroßvater Dr. Friedrich Maase 1940 mal wieder aus dem KZ kam und uns die Wunden zeigte, die ihm seine Peiniger zugefügt hatten, sagte er (was ich, der 14-Jährige, damals nicht verstand): "Dazu ist jeder Mensch fähig, wenn es die Umstände gestatten."

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17.02.2008 | 20:20 Uhr

Jürgen Bufka: Wo bleibt der braune Geist des Dr. Aue?

In den bislang erschienen Teilen wird die Absicht des Autors gut erkennbar, dem Leser die Person nahe zu bringen. Es geht somit sehr viel um "empfinden", "subjektive" Wahrnehmung der Erlebnisse, eben um die "persönliche Sicht der Dinge".

Was in diesem Zusammenhang bislang allerdings fehlt, ist eine genauso umfassende Beschreibung der politischen Überzeugungen und Einstellungen des Dr. Aue. Vermutlich will uns der Autor entsprechend umfangreiche Ausführungen zu Recht ersparen. Allerdings dürfte man ohne das fürchterliche braune Gedankengut der Romanfigur Aue nicht gerecht werden. Insofern wird auch nur ein unvollständiges, und im Ergebnis ein vielleicht sogar zu positives Bild gezeichnet.
Die Beurteilung des Romans würde sicherlich ganz anders ausfallen, wenn man dem Leser neben den subjektiven Wahrnehmungen des Dr. Aue in gleicher Intensität nationalsozialistische Grundüberzeugungen – die ja bei der Person zweifelsohne vorhanden sein müssen –bieten würde. Insofern fehlt - zumindest bislang - ein ganz entscheidendes Element in der Darstellung.

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22.02.2008 | 17:04 Uhr
Horst Gothus schreibt: Aue ist unpolitisch

Er begründet seine Haltung, seine Taten und die ihm gegebenen Befehle allein damit, dass "der Wille des Führers oberstes Gesetz" ist. Fast nie rationalisiert er, warum der Wille des Führers den richtigen Weg weist. Lediglich das Ausmerzen der Juden begründet er mehrfach damit, dass sie alle uns vernichten wollen.

Als zum ersten Mal die Anweisung kommt, auch Frauen und Kinder zu töten, stutzt er kurz, findet aber schnell die Antwort: Die Frauen kämpfen als Partisaninnen und die Kinder werden einmal kämpfen gegen Deutschland.
Aue behauptet oft, Nationalsozialist zu sein. Ich finde aber an keiner Stelle des Buches, dass er sich mit anderen Merkmalen des Nationalsozialismus identifiziert.



16.02.2008 | 03:02 Uhr

Ted Nunin: Aus dem Internet, für das Internet?

Wenn, wie im FAZ-Interview, Claude Lanzmann sagt, einen wie Max Aue habe es nie gegeben, stellt sich die Frage nach den Beweggründen und Quellen für die Erfindung dieser Figur und des Romans.

Leider sagte Lanzmann nicht, inwiefern Aue anders als die wirklichen Nazi-Täter war. Sollte er etwa einen besseren Menschen verkörpern als es sie im System gab, analog zu Ulrich Mühes Stasi-Offizier im Film "Das Leben der Anderen"?

Das erscheint nach dem, was bis jetzt über den Roman in Erfahrung zu bringen war, unwahrscheinlich, aber wir sind mit den Folgen in der Zeitung ja noch am Anfang.

Verdienstvoll ist es von der FAZ, erstmals ein Diskussionsforum im Internet einzurichten. Möglicherweise ist dies auch insofern sinnvoll, dass man damit an eine von Littels Motivationen stößt.

Weder ist er selber Überlebender des Holocaust noch hat er ausführliche Interviews mit Tätern geführt. Aber die Mentalität des Hasses auf Juden, der Furcht vor ihnen und des Neids auf sie, diese findet man im Netz.

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10.02.2008 | 23:18 Uhr

Frank Geiser: Es gaebe auch eine andere Biografie

Ich verstehe eigentlich nicht was die FAZ bewogen hat gerade diesen Roman ins Internet zu stellen. Er wird vermutlich nur Eins bewirken, ... eine Entschuldigung bereitstellen fuer Alle die damals in irgendeiner Weise beteiligt waren.

Es gaebe auch eine andere Biografie die man ins Internet stellen koennte: "The forgotten soldier" von Guy Sajer. Hier handelt es sich um einen Franzosen, welcher in die deutsche Infanterie aufgenommen wird, nachdem er den Luftwaffetest nicht bestanden hat. Im Nachfolgenden gehts dann an saemtliche Schauplaetze des Krieges. Genau wie im vorliegenden Roman bekommt man Verstaendniss fuer Sajer, der dann nach Kriegsende in Frankreich untertaucht ... kommt dem Leser dies irgendwie bekannt vor? Dieses Buch ist uebrigens von 1971 ... noch Fragen?

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10.02.2008 | 22:55 Uhr

volker m. rollfink: Was bewegt mich nach Lektüre der ersten Seiten

Der Gegenstand von Littells Die Wohlgesinnten ist heikel. Er betrifft vor allen uns Deutsche, aber auch andere. Ich habe Zweifel, dass sich in Deutschland und anderswo der fulminante Verkaufserfolg und die beispiellose Prämierung wie in Frankreich wiederholen werden.

Dies umso mehr, als die Chancen einer angemessenen Beachtung und Auseinandersetzung bei einem autobiografisch angelegten Buch über die Vernichtungsmechanerie des Dritten Reichs mit 1.400 Seiten in unserer schnellebigen Zeit doch begrenzt erscheinen. Enttäuscht bin ich von der bisher doch sehr zurückhaltenden Reaktion der deutschen Experten in Literatur und Wissenschaft. Und schließlich bewegt mich, ob es Ernst zu nehmende Vorbehalte und Ablehnung geben wird und wie etwaige kritische Urteile aufgenommen werden?

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10.02.2008 | 20:41 Uhr

Jörg Beckmann: Negativ-Held

Ich befürchte nach den ersten Seiten vor allem eines: dass mit Max Aue ein grandioser "Negativ-Held" ausführlich zu Worte kommt, der vielen Alt-Nazis und Jung-Nazis einer halbwegs gehobenen Klasse - geradezu aus der Seele spricht.

Haben diese Herren nicht schon immer mit Himmler (Posener Rede) gewusst, welch "hartes Geschäft" es war, gegenüber dem "internationalen Judentum" seine Pflicht zu tun?

Ich hoffe nur, dass diese Befürchtungen nicht zutreffen.

Dass wir unter den intellektuellen Lesern der FAZ da kaum Befürchtungen zu hegen haben, ist ein ganz anderes Feld.

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10.02.2008 | 12:02 Uhr

Hans Juergen Gruener: Banalität des Bösen. Wie wird das Buch wohl in Deutschland aufgenommen werden ?

Ich kenne deutlich mehr als die bisher von Ihnen in Fortsetzungsform veröffentlichten Seiten, auch wenn ich aus Zeitmangel und der Gewohnheit mehrere Bücher nebeneinander zu lesen erst ca. 20 % bewältigt habe.

Sicherlich ist das Buch ein außergewöhnlicher Ansatz an die Shoa heranzugehen. Bisher (Buch nur angelesen) kommt für mich vor allem der Begriff der "Banalität des Bösen" hoch, auch wenn er aus einem zwar sehr ähnlichen aber nicht völlig identischen Zusammenhang kommt. Auch im Buch hat mich die inzwischen in der Fortsetzung dargelegte Statistik Littells beeindruckt, die z.B. darstellt, dass man sich vergegenwärtigen solle, dass im Rahmen des Feldzuges gegen die Sowjetunion pro Minute 13 (ich erinnere mich hoffentlich halbwegs korrekt) Menschen sterben mussten und man diese Zahlen einmal auf sein ganz persönliches Umfeld beziehen solle.

Ich bin sehr gespannt auf die Rezeption des Buches in Deutschland.

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10.02.2008 | 11:33 Uhr

Manfred Lubitz: Das Handeln der Täter wird nachvollziehbar

Nach dem Lesen der ersten Abschnitte des Buches habe ich den Eindruck, dass Littell seine These, jeder Mensch könne ein solcher Täter sein, durch sein einfühlsames Beschreiben der Situationen und der geschickten propaganditischen Einwirkungen auf die Täter, eindrucksvoll belegt.

Daurch wird das Handeln der Täter irgendwie menschlich nachvollziehbarer. Daraus ergibt sich die Frage, ist eine solche Absicht in Deutschland vertretbar oder muss man es als unmoralisch verurteilen, die Tätern in menschlich nachvollziehbare Situationen und Einwirkungen zu stellen, wodurch ihr Handeln verständlicher wird. Denn diese Darstellung führt zu der Aussage, das hätte auch in jedem anderen Land geschehen können. Ich denke, dass Buch könnte missbraucht werden.

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22.02.2008 | 17:13 Uhr
Horst Gothus schreibt: "Jeder ist ein Deutscher"

... ruft Aue bereits im Vorwort den "menschlichen Brüdern" zu. Das relativiert nicht die Schwere der Verbrechen.

Aber es zeigt, dass (was Aue auch im Vorwort sagt) die gleichen Verbrechen jederzeit durch Jedermann (auch den Leser) wiederholt werden können. Dass alle Menschen also darauf achten müssen, dass sich keine Bedingungen einstellen, unter denen "ganz normale Menschen" (nicht wie bei Goldhagen nur Deutsche) Massenmörder werden. Weil - nach Aue - ein Genocid nur im Gefolge eines Krieges geschehen kann, darf es keinen Krieg geben - und wenn, sollte niemand hingehen.



10.02.2008 | 10:56 Uhr

Monika Balzert: Eindeutschung des Titels

Meine Erkundigung bei befreundeten Lesern der FAZ ergab, daß man - trotz mythologischer Hintergrundinformation - im Vordergrund den Titel die "Wohlgesinnten" auch auf den Autor, die Generation der leistungsbestrebten Führereliten, die ihr Bestes taten, zu beziehen geneigt ist.

Das ist im Original nicht mitgemeint, nicht im Schatten eines Ansatzes! Da könnte fast eine weltanschauliche Fraktion anklingen, Täter in Selbstrechtfertigung vereinend. "Les Bienveillantes" - im Französ. feminin, lenkt den Blick einzig auf die weiblichen Gestalten, die Sie so dekorativ im Portal abbilden, wie sie den Muttermörder Orest bedrängen. Friedrich Schiller machte sie schon als Eumeniden populär: Die Selbstbezichtigung der Mörder des Ibykus kennen alle auswendig: "der Eumeniden Macht" erweist sich, "und es gestehn die Bösewichter". Eumeniden, ein nicht nur euphemistischer Name füt Erinyen oder Furien: sie rächen Frevel gegen elementar-humane Rechtsgüter.

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10.02.2008 | 13:38 Uhr
Michael Rothe schreibt: Eindeutschung

Liebe Frau Balzert,
was wollen Sie uns eigentlich sagen ? Auch nach mehrfachem Studium erschließt sich mir der Sinn Ihres Textes nicht. MfG M Rothe



10.02.2008 | 01:36 Uhr

Axel Schulz: Mörder durch Schicksal und Kollektiv?

Aue will zwar nichts beschönigen, weil er von sich sagt, dass er nichts bereut. Aber wie kann er das Bedauern umgehen nachdem die Fehler offensichtlich geworden sind? Der Ausweg ist bllig.

Einerseits ist das Schicksal schuld, dass man gerade auf dieser Seite des Gewehrs oder eines "Dokumets" steht, andererseits ist das System, das Kollektiv dasjenige, welches das Verbrechen begeht. Das ganze wird zusammengefasst in ein Konstrukt, das diese Verbrechen wie eine Kette aus umfallenden Dominosteinen darstellt; eine unausweichliche Notwendigkeit auf das Geschehen projeziert. Das ist aber viel zu billig. Wo ist der Wille, die Motivation, die das alles veranlasst hat? Er wischt einfach den Sprung in eine Ideologie weg, die diese "Notwendigkeit" überhaupt erst geschaffen hat. Hineingesprungen in diese Ideologie ist er aber ganz alleine, aus eigenem Entschluss und damit auch zu Lasten der eigenen Verantwortung.

-citizen-kane

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09.02.2008 | 21:25 Uhr

Achim Pfeiffer: Die Reaktion in Deutschland

Von Anfang an bewegte mich die Frage nach der Aufnahme dieses Romans in Deutschland (...ich habe im Sommer 2007 das frz. Original gelesen) und meine (negative) Erwartungshaltung wird bisher bestätigt.

Die Kommentare (von Lesern und Experten) sind hauptsächlich kleinlich und verklemmt. Eine echte Auseinandersetzung mit diesem Roman findet nicht statt - es werden die Schwächen überbetont (...Länge, kleinere Fehler in historischen Details, die Überfrachtung der Figur Max von Aue,....) und der grosse Gedanke des Buches wird nicht beachtet. Kann man den grausamen und bodenlosen Schwachsinn der Nazi-Ideologie besser darstellen als in der "Bergjuden-Diskussion in der Ukraine"?
Kann man besser zum Nachdenken über das menschliche Wesen anregen als durch die Beschreibung wie die Protagonisten an einem Tag auf den Spuren von Lermontov schwelgen und am nächsten Tag un-schuldige russische Juden ermorden? Wohl kaum. Ich wünsche diesem Roman eine kritische und unvoreingenommene Aufnahme bei uns.

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09.02.2008 | 20:37 Uhr

B B: Vom Erinnern und Warnen

Trotz aller Unkenrufe. Mit diesem Roman wird der Shoah zur Historie, wird der Tatsache der verflossenen Zeit Rechnung getragen. Nun geht es um aktives Erinnern, weil sonst das Vergessen droht. Aber es geht deshalb gerade auch um die Zukunft.

Das "banale Böse" hat immer einen Namen und ein Gesicht, nicht aber eine Nationalität. Wenn dieser Bogen geschlagen wird, wenn jenseits der Schönredeabteilungen der Medien hier etwas passiert; aus diesem literarischen "Ulysses" eines grausamen Bürokratendialogs auf das Heute geschlossen wird und der innere "Radar" aktiviert wird - dann hat es gelohnt. Ich habe da meine Zweifel; viele komplizierte politische Zusammenhänge werden heute (auch in dieser Zeitung) politisch vereinfacht und mundgerecht serviert; immerhin kann nun aber die "Keule" des Schweigenmüssens verschwinden, wenn aktuelle Tendenzen angesprochen werden und unangenehme Wahrheiten zur Sprache kommen. Eine Aufforderung zum Nachdenken über Heute wegen Gestern. Gut so.

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09.02.2008 | 18:19 Uhr

Alfons Lenherr: Die Fragen werden sich schon stellen

Der Eingang, die ersten beiden F.A.Z.-Folgen geht unter die Haut. Die folgenden vier werden vom fulminanten Start getragen. Mit Alemania I und II beginnt die Handlung. Da wird der Text für mich als Fiktion deutlich; dass er mich nicht überzeugt, ist vielleicht angesichts der ersten Handlungen noch verfrüht zu sagen, aber ich befürchte es.

Ich bin seit längerem an Saul Friedländers "Die Jahre der Vernichtung", derzeit im Jahre 1944. Das ist Sache, urgewaltige Menschensache, Tod und Verderben, Unmensch und Tiermensch als Sache. Da braucht man nichts mehr erfinden, daran kommt man nicht vorbei. Das ist die Folie, auf der Max Aue dahinspaziert; aber eben, er spaziert.
Die Frage? - Fragen sind verfrüht - lassen Sie uns den Text erst lesen; wir kennen ihn noch nicht wie Sie; die Fragen werden sich schon stellen.

Dr. Alfons Lenherr, Zürich

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09.02.2008 | 12:06 Uhr

jürgen c. freundlich: KURT GERSTEIN, was weiss man von ihm ...

Nach 1945 verschwand mit unklaren Spuren Kurt Gerstein, SS-Mann im Vernichtungslager, anscheinend über Frankreich und vielleicht weiter nach USA... (Diese Informationen sammen aus Gerald Reitlingers "Endlösung". Das erinnert doch stark an Littells
Romanfigur / autobiographischen Ich-Erzähler, der unter Spurenverwischung in Frankreich untertauchte.

Kurt Gersteins Figur (er beschaffte das Cyan-Giftgas) hat viele widersprüchliche Merkmale, die aber genau in diese widersprüchliche Epoche zu passen scheinen ...

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Herausgegeben von Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

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