Jürgen Bufka: Politische Überzeugungen der Romanfigur Aue fehlen (bislang)
In den bislang erschienen Teilen wird die Absicht des Autors gut erkennbar, dem Leser die Person nahe zu bringen. Es geht somit sehr viel um "empfinden", "subjektive" Wahrnehmung der Erlebnisse, eben um die "persönliche Sicht der Dinge".
Was in diesem Zusammenhang bislang allerdings völlig fehlt, ist eine genauso umfassende Beschreibung der politischen Überzeugungen und Einstellungen des Dr. Aue. Vermutlich will uns der Autor entsprechend umfangreiche Ausführungen zu Recht ersparen. Allerdings dürfte man ohne das fürchterliche braune Gedankengut der Romanfigur Aue nicht gerecht werden und insofern wird auch nur ein unvollständiges und in der reinen Beschreibung vielleicht sogar ein zu positives Bild gezeichnet.
Die Beurteilung des Romans würde sicherlich auch ganz anders ausfallen, wenn man neben den subjektiven Wahrnehmungen des Dr. Aue in gleicher Intensität nationalsozialistische Grundüberzeugungen – die ja bei der Person zweifelsohne vorhanden sein müssen – dem Leser bieten würde. Insofern fehlt - zumindest bislang - eine ganz entscheidendes Element in der Darstellung. Entsprechend negativ ist der Roman zu beurteilen.
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