Montag, 03. März 2008
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Zum Kapitel "Menuet en rondeaux"
Inhalt: Mandelbrod hat Aues Versetzung zum Stab des Reichsführers Himmler bewirkt. Er soll für diesen eine Denkschrift zum Arbeitseinsatz erstellen. Er berät sich mit Eichmann und reist nach Polen, wo er sich in Lublin, Krakau und verschiedene KZs, u. a. Auschwitz, umsieht. Himmler ist mit seinem Bericht zufrieden und überträgt ihm eine weitere Denkschrift zur Ernährungsfrage in den Lagern. Dank Mandelbrod lernt er Albert Speer kennen, der dringend Zwangsarbeiter für seine Rüstungsbetriebe benötigt. Immer wieder kehrt Aue in das von Bombenangriffen heimgesuchte Berlin zurück, wo er ein Techtelmechtel mit einer jungen Frau aus dem Außenministerium, Helene Anders, beginnt.
Zwei Kriminalkommissare, Clemens und Weser, verhören ihn wegen der Morde an Stiefvater und Mutter und werden ihn bis zum Schluss des Romans nicht mehr aus den Augen lassen. Aue besucht mit Speer das KZ Dora Mittelbau.
Es ist Anfang 1944, und der polykratische NS-Staat wird von Intrigen seiner Führer lahmgelegt. Alles steuert langsam dem inneren wie dem äußeren Untergang zu. Eichmann beordert Aue nach Budapest, wo die letzte große Judengemeinde Europas nach Auschwitz deportiert und der Vernichtung zugeführt werden soll.
Aue hat nicht etwa mit ihrem Schicksal Mitleid, er bedauert nur, dass er keine größere Zahl von ihnen als Zwangsarbeiter rekrutieren kann. In Berlin zurück, erleidet er einen Zusammenbruch. Mehrfach wird er wieder von der Polizei und einem Untersuchungsrichter verhört. Im Oktober 1944 kehrt er noch einmal nach Polen zurück, wo er hilft, das Lager Birkenau aufzulösen. Sein Fahrer fährt ihn nach Pommern, wo er sich im Schloss seines Schwagers von Üxküll versteckt.
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Beitrag
26.03.2008 | 12:20 Uhr
Dirk Eickelkamp: Vergasung verwundeter Wehrmachtssoldaten
Auf den Seiten 821 ff. der deutschen Ausgabe beschreibt Litell eine Begegnung Aues mit einem Untersturmführer Döll in Lublin (Deutsches Haus). Der - ehemaliger Mitarbeiter der Aktion T 4 - erzählt Aue, er habe nahe Charkow an der Tötung schwerst verwundeter, nicht mehr heilbarer Wehrmachtssoldaten mittels Gaswagen teilgenommen.
Gibt es irgendwelche historisch nachweisbaren Anhaltspunkte für diese ungeheuerliche Behauptung? Oder will Litell, der ansonsten sich meines Wissens nach präzise an den belegbaren historischen Begebenheiten entlanghangelt, hier den Schrecken noch steigern?
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