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"Die Wohlgesinnten"
Die deutsche Erstveröffentlichung von Textauszügen exklusiv im Reading Room der F.A.Z.

Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten" erzählt die Geschichte des SS-Offiziers Max Aue, der die ebenso brutale wie bürokratische Vernichtungsmaschinerie des "Dritten Reiches" aus größter Nähe und in allen schrecklichen Details miterlebt. Mit ihm hat Littell den Tätern eine Stimme gegeben.
Jonathan Littel: "Ich wollte zeigen, wie in einer relativ normalen abendländischen Gesellschaft kultivierte Individuen einem kollektiven Wahn verfallen. Die Deutschen sind wir, jeder ist ein Deutscher. Sadisten gibt es überall, aber sie interessieren mich nicht besonders, mir geht es um die Normalität des Totalitarismus. Moralische Urteile in den Begriffen von Gut und Böse werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Die Griechen gingen von den Fakten aus, nicht von den Beweggründen. So war es auch bei den Nürnberger Prozessen. Diese Sichtweise ist mir lieber. ‚Die Wohlgesinnten' sind kein historischer Roman, sondern ein Roman der Geschichte."



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