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Über einige Goethe-Motive bei Walser
von Friedrich Dieckmann
Martin Walser verwendet im "Liebenden Mann" authentische Zeugnissen aus Goethes Kuraufenthalt und vollzieht ihr Um- und Einschmelzen mit wahrer Inspiration. Es macht Vergnügen, ihm dabei zuzusehen, meint Friedrich Dieckmann, der sich eine Reihe von Roman-Motiven näher angesehen hat.
"Ein liebender Mann": Meisterwerk oder Kitsch?
von Thomas Anz
Martin Walser ist ein Spieler, der mal alles auf Rot, mal alles auf Schwarz setzt. Das macht einen Teil seiner Fragwürdigkeit, aber auch seiner literarischen Vitalität aus. Thomas Anz liest den "Liebenden Mann" als geschickt komponiertes Wechselspiel der Gefühle, aus dem Walser als Gewinner hervorgeht.
Pro & Contra
von Elke Heidenreich und Volker Weidermann
Matin Walsers neuer Roman über Goethe sorgt für Verwechslungen zwischen Autor und Hauptfigur. Die F.A.S. hat nachgehakt und gefragt: Soll Martin Walser in Zukunft eine größere Rolle spielen? Zum Beispiel als Goethe unserer Zeit? Elke Heidenreich contra Volker Weidermann.
Altersunterschiede in der Literatur
von Ingeborg Harms
Wenn der Stoff, den Martin Walser in seinem neuen Roman gewählt hat, seine Anmut entfalten soll, muss er bis zu dem Punkt vordringen, wo der Ältere dem Jüngeren so unverzichtbar wird, wie es umgekehrt der Fall ist. Ingeborg Harms ist diesem Motiv in der Literaturgeschichte nachgegangen.
Anmerkungen zum vierten Kapitel
Bereits die ersten Kapitel des "Liebenden Mannes" zeigen, dass Walser souverän mit seinem historischen Material spielt, ohne es zu verspielen. Für Friedrich Dieckmann ist das ein Zeichen poetischer Meisterschaft.
Wahlverwandtschaften der besonderen Art
von Helmuth Kiesel
Martin Walser hat sich immer wieder mit Goethe beschäftigt, mal kritisch, mal bewundernd, mal launig. Der Literaturwissenschaftler Helmuth Kiesel, als Herausgeber der Werke Walsers mit dem Autor des "Liebenden Mannes" bestens vertraut, hat sich diese ganz spezielle Wahlverwandtschaft einmal genau angesehen.
Joachim Kaiser im Interview
Nach der Urlesung Martin Walsers aus seinem neuen Roman "Ein liebender Mann" wurde unser Reporter Edo Reents nicht mehr von den Lachsalven des anwesenden Literaturkritikers Joachim Kaiser losgelassen. Er hat ihn daher gefragt: Was ist so lustig an Walsers Goethe-Roman?
Martin Walser liest in Weimar
von Edo Reents
Martin Walser kommt nach Weimar. Drapiert mit einem phantastischen Schlips und gut geschützt von seinen sagenhaften Augenbrauen liest er aus seinem jüngsten Roman "Ein liebender Mann". Ein in höchstem Maße amüsanter Abend in geselliger Runde, von dem, so scheint es, einzig Bundespräsident Köhler nicht wirklich begeistert war.