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Goethes Tagebuch
von Manfred Koltes
Fast beiläufig und den Namen falsch schreibend notierte Goethe unter dem 11. Juli 1823 in sein Tagebuch: "War Frau von Levezow und Töchter angekommen." Zum Abschied heißt es schlicht: "Die Familie bereitete sich zur Reise. Man versammelte sich bey Frühstück und machte vor dem Abschied Pläne, sich wieder zu sehen."
Goethes Briefe an Ulrike
Drei Briefe Goethes an Ulrike von Levetzow sind erhalten - angesichts der Marienbader Ereignisse ein recht bescheidener Befund. Dennoch zeigen sie, wie sich das Verhältnis der beiden verändert hat.
Entwürfe der Liebe
von Christian Schärf
Wir würden nicht lieben, wenn wir nie von der Liebe gehört oder gelesen hätten, sagte La Rochefoucauld; wir wüssten gar nicht, wie. Goethe hat uns eine Sprache der Liebe gegeben, derer wir uns bis heute bedienen. Christian Schärf über den erotischen Mythos des Dichters.
Leben und Werk
von Ernst Osterkamp
Goethe besaß die virtuose Fähigkeit, andere zu überleben. Doch der Preis dafür war hoch: Er war einsam nach dem Tod von Weggefährten und Freunden. Will man verstehen, warum sich Goethe mit 73 Jahren so rettungslos in Ulrike von Levetzow verliebte, muss man sich den Geheimrat zunächst als Zurückgelassenen vergegenwärtigen. Ein Porträt von Ernst Osterkamp.
Der Erstentwurf von Goethes Marienbader "Elegie"
von Renate Moering
Romantische Niederlage, Triumph der Dichtung: Den ersten Entwurf der Marienbader "Elegie" schrieb Goethe im September 1823 noch in der Kutsche nieder, die ihn von Ulrike von Levetzow fort und zurück nach Weimar trug. Das Freie Deutsche Hochstift in Frankfurt stellt einen seiner kostbarsten Schätze vor.
Die Zeit nach Schillers Tod
von Wolfgang Frühwald
Der Literaturwissenschaftler Wolfgang Frühwald beschreibt den historischen Rahmen, in dem Martin Walsers Roman "Ein liebender Mann" zu lesen ist. Er stellt den Marienbader Goethe als einen körperlich angeschlagenen Mann vor, der sich jedoch auf dem Höhepunkt seines Schaffens befindet.
Goethes letzte Liebe
von Friedemann Bedürftig
Zu Goethes 150. Geburtstag war sie entnervt vom Ansturm der neugierigen Frager: Ulrike Levetzow, Goethes letzte Liebe, die Friedemann Bedürftig in der Rubrik "Geist der Goethezeit" vorstellt. Diese Rubrik soll zu einer Art Echolot ins 18. und 19. Jahrhundert anwachsen und wird in Kürze durch eine multimediale Zeitleiste flankiert.