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Freitag, 07. März 2008

Forum:

Ihre Frage an Martin Walser zum "Liebenden Mann"

Von dieser Woche an wird Martin Walser in regelmäßigen Abständen Leserfragen zu seinem neuen Buch beantworten. Nutzen Sie unser Forum für Frage-Vorschläge. Walsers erste Antworten präsentieren wir in Kürze als Audio. Jene Leserfragen, die wir bisher nicht berücksichtigen konnten, stellen wir im Forum zur Diskussion.

Beiträge

07.04.2008 | 15:32 Uhr

Ulrich Heinemann: Liebe = Verliebtheit?

Halten Sie, sehr verehrter Herr Martin Walser, "Liebe" und "Verliebtheit" für gleichwertige und gleichbedeutende Begriffe oder haben Sie anfänglich schon daran gedacht, Ihren Roman mit "Ein verliebter Mann" zu betiteln?

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11.03.2008 | 10:30 Uhr

Stephanie Reyntjes: Post oder Pest?

Freuen Sie sich über solche Leser-Post - von BILD-Wagner?

http://www1.bild.t-online.de/BILD/news/standards/post-von-wagner/2008/02/27/post-von-wagner,geo=3871066.html

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10.03.2008 | 21:52 Uhr

Herold Binsack: Ein negativer Held?

Ich beziehe mich auf all meine Beiträge und bitte Sie mir eine Frage zu beantworten:
Ist Goethe für Sie ein negativer Held, ein gebrochener sozusagen, oder identifizieren Sie sich mit ihm im positiven Sinne, oder identifizieren Sie sich gar mit ihm als "Gebrochener" einem der Lächerlichkeit Preisgegebenen.

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10.03.2008 | 21:44 Uhr

Heinz Dieter Chiba: Warum wollte Walser dieses Buch schreiben?

Ich habe keine Lust, sein Buch zu lesen. Der Greis Goethe und eine junge Dame? Warum nicht den Spiess umdrehen: die Greisin und der 18-jährige junge Mann? Beide Themen interessieren mich nicht, auch wenn sie in literarischen Kreisen vielleicht tüchtig diskutiert werden. Unappetitlich, an eine solche alt-jung Liaison überhaupt nur zu denken.
Warum Walser ausgerechnet dieses Thema aufgreifen muss? Denkt er an Skandal? Skandale verkaufen sich gut. Walser selbst ist kein Jüngling mehr und ich verstehe nicht, warum ein reifer Herr, ein Literat, sich mit Goethes skandalösem Benehmen beschäftigen muss - als ob es andere, viel wichtigere Sujets einfach nicht gäbe ... nach "Die Wohlgesinnten" von Littell eine ziemliche Enttäuschung, vom Shoah zum allerbanalsten Kitsch.

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10.03.2008 | 18:09 Uhr

Klaus Rudolf bERGER: Idee / Auslöser zum Roman

Was war der Auslöser für Sie, um den Roman zu schreiben?
Hat es mit Ihrer Identifikation mit Goethe zu tun?

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10.03.2008 | 16:04 Uhr

Rudolf Ott: Person Goethes

Sehr geehrter Herr Walser!
Mich würde interessieren, was sie von Goethe literarisch halten.

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07.03.2008 | 19:56 Uhr

Manfred Lubitz: Einfühlungsvermögen

Sehr geehrter Herr Walser,
zwölf Folgen der Auszüge aus Ihrem Buch habe ich gelesen. Es macht einfach Spaß. Sie schreiben konzentriert und mit viel Einfühlungsvermögen, nicht nur in Goethe sondern in einen Mann, der im Alter Goethes steht und seinen Ruhm verkörpert. Ich denke, sie haben es genossen, dieses Buch zu schreiben. Dieses Flirten auf hohem geistigen Niveau sich auszudenken, das Leiden gegenüber jungen Konkurrenten selber zu durchleiden. Ich denke nicht, dass Sie Ihre Frau in irgendeiner Form mit diesem Buch angegriffen haben, wie an anderer Stelle geäußert wurde. Sie haben einfach an einer Stelle seines Lebens den von Ihnen verehrten Goethe nachempfunden als stünden Sie an seiner Stelle. Ich weiß allerdings nicht, ob Sie das so einfach einräumen können. Ich glaube aber, dass Leben so einfach ist.

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07.03.2008 | 13:45 Uhr

Stephanie Reyntjes: "sein Teil"...; "... S w s w".

Warum beschränken Sie, Herr Walser, das durchaus spürbar vermittelte Sexuelle bei Goethe auf einen Ausdruck "Teil" für den "Meister Iste", wie JWG sein Genitalorgan nannte?
Goethe sei begabt gewesen in der Kunst der lustigen Verhüllung, gerade auch im Erotischen, im Sexuellen. Das "Tagebuch" ist ein Beispiel, wie es früher oder später andere Dichter kaum so dezent und biologisch und ästhetisch befriedigend umschrieben.
Einen Penis nannte er in seinen anstößig-elementar-virilen Zeilen »Meister Iste«.
Und was fügen Sie als die vier letzten Buchstaben an (S. 284), nachdem Sie schreiben, "… hatte er sein Teil in der Hand" (…): " …S w s w"?

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Herausgegeben von Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

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