07.03.2008 | 19:56 Uhr
Manfred Lubitz: Einfühlungsvermögen
Sehr geehrter Herr Walser,
zwölf Folgen der Auszüge aus Ihrem Buch habe ich gelesen. Es macht einfach Spaß. Sie schreiben konzentriert und mit viel Einfühlungsvermögen, nicht nur in Goethe sondern in einen Mann, der im Alter Goethes steht und seinen Ruhm verkörpert. Ich denke, sie haben es genossen, dieses Buch zu schreiben. Dieses Flirten auf hohem geistigen Niveau sich auszudenken, das Leiden gegenüber jungen Konkurrenten selber zu durchleiden. Ich denke nicht, dass Sie Ihre Frau in irgendeiner Form mit diesem Buch angegriffen haben, wie an anderer Stelle geäußert wurde. Sie haben einfach an einer Stelle seines Lebens den von Ihnen verehrten Goethe nachempfunden als stünden Sie an seiner Stelle. Ich weiß allerdings nicht, ob Sie das so einfach einräumen können. Ich glaube aber, dass Leben so einfach ist.