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Kommentare


07.09.2008 | 16:00 Uhr
Matthias Gattwinkel schreibt: 2008: Deutschland gehört mental noch nicht zum Westen!

Der Westen sind für mich: Vereinigte Staaten, UK, Frankreich!
Leider sind die Deutschen mental, geistig noch immer nicht im Westen angekommen! Einige kurze Beispiele:
- Schule: In allen drei großen westlichen Ländern, ist die Ganztagesschule die Norm mit Essen und Lernen bis zur 10ten Klasse.
- In den Vereinigten Staaten, UK, F ist die doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt.
- die Vereinigte Statten, F, UK haben das europäische Au-pair-Abkommen von 1969 (!) ratifiziert oder eine ähnlich lliberale Gestzgebung. In Deutschland möchte man keine Au-Pair-Mädchen und lässt die bürgerlichen Frauen lieber ohne Nachwuchs, als das Leben der Familen zu erleichtern.
- In den Vereinigten Staaten, F, UK ist die Heirat einer Deutschen mit einem Ausländer kein Problem. In Deutschland setzt eine erhebliche Bürokratie dem Heiratswunsch oft unüberwindbare Grenzen. Deshalb besser in den westlichen Ländern heiraten und dann nach Deutschland kommen.
- Kindergärten: In F, UK sind sie beser entwickelt und ab 2 Jahren.
- die Vereinigten Staaten, F, UK haben kein demographisches Problem. Why?


04.09.2008 | 21:37 Uhr
Jörg Beckmann schreibt: Grass verstehen

Als Angehöriger (Jahrgang 1934) der von Schelsky so genannten "skeptischen Generation" finde ich mich von Wehler treffend beschrieben.

Zwar war ich ab 1944 ein begeisterter Hitler-Pimpf, doch das war ab 1945 total vorbei.

Ein zweites möchte ich jedoch in Beziehung zur Grass "Waffen- SS"-Diskussion hinzufügen: Ich habe große Schwierigkeiten Angehörigen späterer Generationen zu erklären, dass ich Grass` Verhalten gut verstehen konnte. Wir alle wären damals in unserer Dummheit
(von Ausnahmen abgesehen) nicht ungern zur Waffen-SS gegangen. Wir hielten "Waffen-SS" für Elite.

Dass Grass da mitmachte, dort auch nur noch den Unsinn allen Krieges drastisch erlebte, jedenfalls so schilderte, dazwischen jedoch seine "Jugendsünde" eben auch nur als solche erkannte, und lange nicht erwähnenswert fand, kann ich nachvollziehen...

Aber das hat kaum einer von den nachfolgenden Generationen verstanden.


01.09.2008 | 09:32 Uhr
Gustav Adolf Pourroy schreibt: NAZI-Schnüffelei (O-Ton Adenauer)/DDR der Monika Maron

Noch einmal zum Video 3:
Die Stellung von Adenauer zur Bereinigung der Vergangenheit war sicher die Bestrafung der Verbrecher. Aber es galt auch, die leistungsfähigen Menschen aus dem KRANKEN STAAT zur Gestaltung der Zukunft zu gewinnen. So ist der O-Ton Adenauers verbürgt: "Wat soll diese Nazi-Schnüffelei?"

Das hat die Kohl-Zeit ganz anders gehandhabt: Tüchtige DDR-Menschen wurden von Gaucks Leuten gnadenlos verfolgt. Leistungsfähige Menschen aus dem kranken Staat der DDR mit STASI-Verdacht wurden nicht auf die Gestaltung der Zukunft ausgerichtet, sondern man hat ihre Aktivität gelähmt.

Es ist beglückender (und auch christlicher!) die leistungsfähigen Menschen aus den Faulstoffen des kranken Staates zu lösen und sie mitwirken zu lassen. Die "STASI-Schnüffelei" hat den Aufbau im Osten sehr gehemmt.


30.08.2008 | 09:38 Uhr
Gustav Adolf Pourroy schreibt: Entbräunte Solidarität - (zum Video um Gummersbach)

Wehler stellt mit Recht die gewaltigen Leistungen des Lastenausgleichs und der Integration von Millionen von Flüchtlingen, entlassenen Soldaten, heimkehrenden Kriegsgefangenen etc. heraus. Eine Klassengesellschaft gab es im Dritten Reich nicht mehr und auch die Strahlkraft der DDR richtete da nichts aus.

Aber die Lähmung der Entschlusskraft von Unternehmen durch die sogenannte Mitbestimmung der Betiebsräte - ursprrünglich aus der Montan-Union impliziert - wird Deutschland noch lange bei der Anpassung an die Globalisierung hemmen. Das gehörte sicherlich zu den negativen Auswirkungen der Politik des sozialen Ausgleichs.

Gustav Adolf Pourroy, München


28.08.2008 | 15:07 Uhr
Paul Rabe schreibt: Zum Video-Interview mit Hans-Ulrich-Wehler: Vorsicht vor starken Worten

Durch eine Inflation der 'starken Worte' wird man der Linkspartei bestimmt nicht ihre Anhänger abspenstig machen, sondern im Gegenteil, deren Verwender werden sich als Propagandisten entlarven. "Steinzeitkommunismus" ist so ein Begriff, der weit über das Ziel hinausschießt. "Steinzeitkommunismus" gibt es heute vielelicht noch in Nordkorea, schon in Kuba und erst recht in China wäre der Begriff nicht mehr angemessen. Selbst die DDR war kein "Steinzeitkommunismus" mehr. Jeder halbwegs neutrale Beobachter der ein wenig über die deutschen Landesgrenzen hinaus blickt würde erkennen, daß die Rezepte der Linkspartei auch bei vielen 'linken' Parteien im demokratischen Spektrum unserer Nachbardemokratien, bestimmt keine Steinzeitkommunissten' zu finden sind.


28.08.2008 | 13:37 Uhr
kristian kroflin schreibt: Auszug aus: "Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1949-1990", Folge 4

Charisma ist lediglich ein Synonym für Igoranz, was wiederum eines für Mut ist, was dann andere wieder Dreistigkeit und Frechheit nennen.


26.08.2008 | 12:12 Uhr
joachim bovier schreibt: Reaktion auf das Wehler-Video, Teil 2

Die Notwendigkeit über den Steinzeitkommunismus der Lafontaine-Partei aufzuklären, ist unbestritten, das gilt übrigens nicht nur für die SPD, auch die anderen demokratischen Parteien sollten zum Erhalt unserer freiheitlichen Staatsordnung darin für die nächsten Jahre ein Hauptanliegen sehen. Es gilt eine Wiederkehr Weimars zu verhindern. Bemerkenswert in dem Zusammenhang: die inhaltliche Nähe des CSU-Vorsitzenden Huber, der vom "Kreuzzug" spricht, mit der NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft, die entsprechend einen "Konfrontationskurs" propagiert. Dass ausgerechnet diese beiden, Huber und Kraft, ihren Parteien vorangehen, hat sicher auch mit ihren Ländern, Bayern wie NRW zu tun, die mit dem Osten am wenigsten zu tun haben (wollen).
Einen wirklichen Ersatz für ihren Vorsitzenden Beck wird die SPD in dem Zauderer Steinmeier darum kaum finden, in der mutigen, geradlinigen und charmanten Hannelore Kraft sehr wohl. In ihr könnte der linkslastigen Merkel gewaltig eine chancenreiche Gegnerin erwachsen.


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Herausgegeben von Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

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