registrieren
schließen
Empfehlen Sie den Lesesaal Freunden und Bekannten!
Bitte geben Sie den Sicherheitscode ein
Hans-Jochen Vogel im Gespräch
Der Markt ist blind für die ökologischen und sozialen Folgen: Daher sind die Westdeutschen nach 1945 gut beraten gewesen, auf die soziale Marktwirtschaft mit ihren Regeln zu setzen. Hans-Jochen Vogel schaut mal zustimmend, mal ablehnend auf Wehlers Werk.
Wolfgang Schäuble im Gespräch
Die gegenwärtige globale Krise der Finanzmärkte stellt auch die deutsche Demokratie auf die Probe: Wie stark hängt sie von der wirtschaftlichen Lage ab? Wolfgang Schäuble glaubt an die Stabilität unserer Gesellschaft und die mögliche Korrektur von Extremen - und er erklärt, warum die schwierigen politischen Entscheidungen oft die besten sind.
Ralf Dahrendorf im Gespräch
Der internationale Turbokapitalismus muss zivilisiert werden! Der Schlussgedanke von Hans-Ulrich Wehlers "Deutscher Gesellschaftsgeschichte" klingt prophetisch. Kehrt die Klassenfrage zurück? Wie haben sich die Deutschen nach 1945 verändert und warum war Ludwig Erhards Leistung revolutionär?
von Gerhard Schulze
Wehlers Versuch einer soziologischen Geschichtsschreibung will wenigstens den Fokus auf die tiefrgreifenden historischen Veränderungen stabil halten. Ungleichheit bleibt zwar ein zentrales Problem unserer Gesellschaft. Doch es ist nötig und legitim, neue Fragen wie die nach den Sinnproblemen der Menschen zu stellen - die alten Fragen werden dadurch nicht unwichtiger.
von Ute Daniel
Leistungsbereitschaft ist der Schlüsselbegriff in Wehlers "Gesellschaftsgeschichte". Was als roter Faden dem Leser beim Verständnis hilft, grenzt jedoch viele historische Phänomene aus. Zugleich schreibt Wehler sich und seine leistungsbereite Intellektuellengeneration in das deutsche Geschichtsbuch ein - und ignoriert dabei ähnlich bedeutende Leistungen von Intellektuellen in anderen westlichen Ländern.
von Hans Ulrich Gumbrecht
Zweimal Bielefeld: Fast gleichzeitig mit Wehlers Gesellschaftsgeschichte konzipierte Reinhart Koselleck dort vor über dreißig Jahren die "Begriffsgeschichte". Beide intellektuellen Großprojekte der alten Bundesrepublik sind an ein Ende gekommen; ihre Historisierung beginnt. Heute kann man Fremdheit und Nähe dieses Denkens zu unserer Gegenwart neu bestimmen.
von Peter Bender
Die deutsche Geschichte seit 1945 ist die einer geteilten Nation. Wer heute jene Epoche beschreiben will, muß das Verhältnis der beiden deutschen Gesellschaften zueinander analysieren - zwischen Anziehung und Abstoßung. Doch Hans-Ulrich Wehler verachtet die DDR zu sehr, als daß er ihre Bedeutung für die deutsche Geschichte erkennen könnte.
von Ernst Nolte
Es gibt Großideologien, die die Welt verändern. Auch für die deutsche Geschichte seit 1945 bleibt es daher unabdingbar, den Vergleich zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus als ideologische Originalphänomene des 20. Jahrhunderts zu versuchen. Wehlers Werk bietet dabei Ansätze, die aber nicht konsequent genug verfolgt werden.
von Wolfgang Thierse
Die DDR war mehr als ein Experimentalraum des SED-Politbüros: Millionen Menschen wurden in sie hineingeboren. Sie erlebten im Laufe der Zeit den Wechsel von Hoffnungen und Enttäuschungen - bis sie am Ende in einer revolutionären Situation selber handelten.
von Dieter Wellershoff
Die Hölle des Krieges und das Glücksgefühl danach: Dieter Wellershoff entdeckt in Hans-Ulrich Wehlers "Deutscher Gesellschaftsgeschichte" sich selbst und einen Unterschied zu den Nachfolgegenerationen.
von Ulf Erdmann Ziegler
Hans-Ulrich Wehlers "Deutsche Gesellschaftsgeschichte" ist durchsetzt von politischen Wünschen und flaggenschwenkenden Ideologemen. Die Mentalitätsgeschichte kommt dabei zu kurz. Das ist zuweilen unfreiwillig komisch.
von Monika Maron
Was ist eine "Fußnote der Geschichte"? Hans-Ulrich Wehler hält die DDR für eine solche. Aber die Historie der DDR wird in seiner Deutschen Gesellschaftsgeschichte nur vom Ende her erzählt. Eine Gegenrede.
von Werner Plumpe
In seiner "Deutschen Gesellschaftsgeschichte 1949-1990" vermittelt Hans-Ulrich Wehler ein widersprüchliches Bild. Einerseits zeigt er den wirtschaftlichen Erfolg der Bundesrepublik, andererseits misstraut er den "Eliten", die das bewerkstelligten.
von Jürgen Kaube
Sind wir eine Nation von Sportsfreunden? Hans-Ulrich Wehlers deutsche Gesellschaftsgeschichte setzt auf die pädagogische Wirkung von Tabellenständen. Wird er damit seinem Gegenstand gerecht? Eine erste Lektüre.